Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb in Tirol?
Eine fertige Website für einen Handwerksbetrieb kostet bei mir einmalig 1.190 Euro. Individuell gebaut beginnen fünf Seiten bei anderen Anbietern bei rund 1.490 Euro netto.
Einen Shop brauchen Sie nicht. Entscheidend ist, wie die Anfrage hereinkommt: per Telefon, per Formular oder über einen Rechner, der schon einen Preisrahmen zeigt.
Wie kommt die Anfrage herein, wenn ich auf der Baustelle stehe?
Vormittags haben Sie die Hände voll und das Handy in der Jacke. Wer dann anruft, landet auf der Mailbox. Die Website kann diese Anfrage annehmen. Es gibt vier Wege, und sie unterscheiden sich darin, wie viel Sie am Abend schon über den Auftrag wissen.
| Weg | Was bei Ihnen ankommt | Wann es passt |
|---|---|---|
| Nur die Telefonnummer | Ein Anruf, oder eine Nachricht auf der Mailbox mit der Bitte um Rückruf. Worum es geht, erfahren Sie erst beim Zurückrufen. | Wenn fast alle Aufträge über Empfehlung kommen und im Büro jemand abhebt. |
| Formular mit den richtigen Fragen | Ort, Art der Arbeit, Zeitraum und wie man den Kunden erreicht. In meiner Demo Dielenwerk fragt das Formular nach Postleitzahl, Ort und danach, wann verlegt werden soll. | Für fast jeden Betrieb. Sie schätzen die Anfrage ein, bevor Sie zurückrufen. |
| Rechner mit Preisrahmen | Die Anfrage kommt mit Maßen. In der Demo Farbfläche gibt der Kunde pro Raum Länge, Breite, Raumhöhe und den Zustand der Wände ein und sieht einen Rahmen. | Wenn Sie nach Fläche oder Stück rechnen: Maler, Bodenleger, Tischler. Der Kunde kennt die Größenordnung, bevor Sie hinfahren. |
| Fragebogen für den Notdienst | Die Demo Nachtstrom, ein Elektro-Notdienst, stellt zwei bis drei Fragen und stuft die Meldung in eine von drei Dringlichkeiten ein. Ganz oben steht: bei Feuer, Rauch oder Stromschlag zuerst 122 und 144. | Für Elektriker, Installateure und alle, die nachts ausrücken. |
Alle drei Betriebe sind erfunden, die Seiten funktionieren trotzdem. Schicken Sie ruhig eine Testanfrage ab. Die Sätze, mit denen die Rechner rechnen, sind Beispielwerte. Ein echter Betrieb trägt seine eigenen ein.
Ehrlich gesagt: Wenn Sie genug Aufträge haben und nur gefunden werden wollen, wenn jemand Ihren Namen sucht, reichen Name, Telefonnummer, Leistungen und Impressum. Das schaffen Sie mit einem Baukasten selbst, und dafür brauchen Sie keinen Webdesigner. Was Baukästen kosten, steht im Artikel Was kostet eine Website in Tirol?
Welche Seiten braucht die Website eines Handwerksbetriebs?
Vier Dinge, und sie passen oft auf eine einzige lange Seite. Wer einen Maler oder Tischler sucht, will der Reihe nach wissen: Machen Sie das, kommen Sie bis zu mir, wie sieht Ihre Arbeit aus, und wie erreiche ich Sie.
- Leistungen und Einsatzgebiet Was Sie machen und bis wohin Sie fahren, ganz oben. Wer in Landeck sitzt und liest, dass Sie nur im Ötztal arbeiten, ruft nicht an. Das spart beiden einen Anruf.
- Fertige Arbeiten Zwei oder drei Arbeiten mit ein paar Angaben sagen mehr als dreißig Fotos ohne Text. In meiner Demo Jahresring, einer erfundenen Tischlerei im Ötztal, stehen sechs Stücke. Bei jedem stehen Holz, Preis, Bauzeit und die eine Schwierigkeit, die es beim Bau gab.
- Ein Weg zur Anfrage Ein Formular oder ein Knopf zu WhatsApp, der auch um 21 Uhr funktioniert. Welcher der vier Wege passt, steht im Abschnitt davor.
- Impressum und Datenschutz Pflicht. Für Handwerker steht dazu ein eigener Satz in der Gewerbeordnung, mehr dazu weiter unten.
Was Sie nicht brauchen: einen Online-Shop. Ein Dach, ein Boden oder eine Einbauküche landet nicht im Warenkorb, weil der Preis erst nach dem Aufmaß feststeht. Einen Blog brauchen Sie auch nicht. Beides kostet Geld beim Bau und Zeit bei der Pflege.
Für die Fotos brauchen Sie keinen Fotografen. Fünf bis zehn Handybilder von zwei fertigen Arbeiten reichen für den Anfang.
Was kostet die Website im ersten Jahr, und was danach?
Ein Rechenbeispiel mit echten Preisen. Im Regal stehen bei mir vier fertige Seiten für das Handwerk: Jahresring für Tischler, Farbfläche für Maler, Dielenwerk für Bodenleger und Nachtstrom für Elektriker mit Notdienst. Jede kostet 1.190 Euro. Das Hosting ist das Paket Grow von World4You zum regulären Preis. Die Domain kommt dazu.
- Fertig-Seite, einmalig
- 1.190 € (Endpreis, keine Umsatzsteuer)
- Hosting, 1 Jahr
- 84 € inkl. USt.
- Erstes Jahr
- 1.274 € plus Domain
- Jedes weitere Jahr
- 84 € plus Domain
- Monatsgebühr für Formular oder Rechner
- keine
Im Preis sind Ihr Logo, Ihre Farben, Texte, Fotos und Leistungen, dazu Impressum und Datenschutz, und die Seite geht online. Farben heißt: bis zu drei Farben aus Ihrem Logo als Akzentfarben. Domain und Hosting zahlen Sie separat. Eine neue Funktion bekommt ein eigenes Angebot. Online ist die Seite 7 Tage, nachdem Ihr Material da ist. Im Umkreis von 15 Kilometern verkaufe ich jede nur einmal.
Eine individuell gebaute Seite kostet mehr und dauert bei mir 4 bis 6 Wochen. Sie lohnt sich, wenn Ihr Betrieb etwas braucht, das keine der vier Seiten kann. Was eine Handwerker-Website sonst leisten soll, steht auf meiner Seite Website für Handwerker.
Die Preise meiner fertigen Seiten stehen öffentlich auf der verlinkten Seite. Die beiden Gesetzestexte im nächsten Abschnitt wurden am 1. Oktober 2026 im RIS abgerufen.
Was muss ein Handwerker laut Gesetz auf die Website schreiben?
Zwei Gesetze, beide kurz. Das erste ist die Gewerbeordnung. § 63 Absatz 1 gilt für Gewerbetreibende, die als natürliche Person arbeiten und nicht im Firmenbuch stehen. Das ist der übliche Fall beim Einzelunternehmer mit Gewerbeschein:
„Auf Geschäftsbriefen und Bestellscheinen, die auf Papier oder in sonstiger Weise an einen bestimmten Empfänger gerichtet sind, sowie auf einer Website haben sie ihren Namen und den Standort der Gewerbeberechtigung anzugeben.“ Gewerbeordnung 1994, § 63 Abs. 1 · Volltext im RIS
Ein Fantasiename für den Betrieb allein reicht also nicht. Ihr eigener Name muss auf der Seite stehen und der Standort, an dem Ihr Gewerbe angemeldet ist.
Das zweite ist das E-Commerce-Gesetz. Die Gewerbeordnung verweist im selben Absatz ausdrücklich darauf. § 5 Absatz 1 zählt auf, was ein Anbieter im Netz ständig, leicht und unmittelbar zugänglich zeigen muss:
- Name oder Firma
- Die Anschrift, unter der Sie niedergelassen sind
- Angaben, mit denen man Sie rasch erreicht, einschließlich E-Mail-Adresse
- Firmenbuchnummer und Firmenbuchgericht, sofern vorhanden
- Die zuständige Aufsichtsbehörde, soweit Ihre Tätigkeit einer behördlichen Aufsicht unterliegt
- Kammer oder Berufsverband und die Berufsbezeichnung Dazu der Staat, in dem die Bezeichnung verliehen wurde, und ein Hinweis auf die gewerberechtlichen Vorschriften und darauf, wo man sie findet.
- Die UID-Nummer, sofern vorhanden
Wie Punkt 6 aussehen kann, sehen Sie in meinem eigenen Impressum: die Wirtschaftskammer Tirol als Kammer, die Gewerbeordnung als Vorschrift, mit Link ins RIS.
Für Rechner und Preislisten gilt Absatz 2. Wenn auf der Seite Preise stehen, muss eindeutig erkennbar sein, ob sie die Umsatzsteuer enthalten oder nicht. Schreiben Sie „inkl. USt.“ oder „netto“ dazu, auch bei einem Preisrahmen.
Extra kostet das alles nichts. Ich bin kein Anwalt. Dieser Abschnitt gibt den Gesetzestext wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Absatz 3 sagt selbst, dass andere Informationspflichten daneben bestehen bleiben.
Häufige Fragen
Nein. Was Sie verkaufen, bekommt seinen Preis erst nach dem Aufmaß und passt in keinen Warenkorb. Sinnvoller ist ein Anfrageformular, das nach Ort, Art der Arbeit und Zeitraum fragt, oder ein Rechner, der einen Preisrahmen zeigt.
Nach § 63 Absatz 1 der Gewerbeordnung 1994 seinen Namen und den Standort der Gewerbeberechtigung. Das gilt für Gewerbetreibende, die natürliche Personen und nicht im Firmenbuch eingetragen sind. Dazu kommen die Angaben nach § 5 E-Commerce-Gesetz.
Ein Preisrahmen zeigt dem Kunden die Größenordnung, bevor er anfragt. Wenn Sie Preise zeigen, muss nach § 5 Absatz 2 E-Commerce-Gesetz eindeutig erkennbar sein, ob die Umsatzsteuer enthalten ist. Den verbindlichen Preis nennen Sie nach dem Aufmaß.
Für den Anfang ja. Fünf bis zehn Bilder von zwei fertigen Arbeiten genügen, wenn zu jeder Arbeit ein paar Angaben stehen: was es war, wo es war und wie lange es gedauert hat. Gekaufte Symbolbilder zeigen nicht Ihre Arbeit.
Mit eigenem Anfrageformular nur Hosting und Domain, beim Paket Grow von World4You regulär 84 € im Jahr plus Domain. Eine Monatsgebühr für das Formular gibt es nicht, weil es auf Ihrem eigenen Hosting läuft.
ÜBER DEN AUTOR
Wie kommen Ihre Anfragen heute herein?
Schreiben Sie mir, was Sie machen, wo Sie arbeiten und wie Kunden Sie heute erreichen. Ich sage Ihnen, welcher der vier Wege zu Ihrem Betrieb passt. Wenn eine Telefonnummer reicht, sage ich Ihnen das auch.