EIGENPROJEKT · KEIN KUNDENAUFTRAG
Eine Produktseite ohne ein einziges Produktfoto.
ORNIS One ist eine erfundene Kameradrohne. Es gibt sie nicht, also gibt es auch kein Foto von ihr. Sie steht als Modell im Browser und nimmt sich beim Scrollen bis auf das letzte Bauteil auseinander.
Selbst gebaut, um herauszufinden, wie weit ein Browser geht. Kein Auftrag, kein Kunde, keine Vorgabe.
Öffnet die Demo in voller Größe: wilddigitalmoments.com/ornis/
Ausgangspunkt
Die Frage war, was eine Produktseite kann, wenn es kein Fotomaterial gibt. Das ist der Normalfall, bevor ein Gerät gebaut ist.
Also wurde das Gerät erfunden und von Grund auf modelliert. Kein Datenblatt, keine Vorlage, kein Kunde.
Später kam eine zweite Frage dazu: ob sich daraus ein ganzer Produktkatalog bauen lässt. Die Seite wuchs auf vier Seiten: das Gerät, das Zubehör, eine Set-Geschichte und eine rein typografische Garantieseite ganz ohne 3D.
ORNIS ist ein erfundener Hersteller. Alle technischen Angaben auf der Demo-Seite sind Markentext, keine Messwerte.
Was entstand
Scrollen führt die Kamera um das Gerät: heranfahren, Schnitt, volle Umdrehung, Aufstieg. Wer weiterscrollt, sieht die Drohne in zehn beschrifteten Ebenen zerfallen: Rotoren, Motordeckel, Kupferwicklung und Stator, obere und untere Schale, Arme, Verkabelung, Akku mit Flugplatine, Sensorik mit Gimbal, Fahrwerk. Jedes Bauteil trägt sein Etikett, projiziert an seine Stelle im Bild.
Auf schmalen Bildschirmen zeigt sich nur das Etikett des gerade aktiven Bauteils. Zehn projizierte Beschriftungen nebeneinander kollidieren, und eine Beschriftung, die man nicht lesen kann, ist keine.
Dazu ein Konfigurator mit drei Oberflächen und eine bildschirmfüllende Ansicht, in der sich das Gerät frei drehen und heranzoomen lässt. Das Zubehör hat jeweils ein eigenes Modell, das sich auf dieselbe Art zerlegt.
Was Sie bedienen können
EXPLOSIONSANSICHT
Scrollgesteuert, nicht per Knopf: Die Zerlegung folgt der Bewegung, nicht einem Klick.
OBERFLÄCHEN
Graphit, Gletscher, Nacht. Umgefärbt wird über Materialnamen, nicht über getauschte Dateien.
FREIE ANSICHT
Ziehen dreht, Rad und Zwei-Finger-Geste zoomen.
Technik
React und Vite, three.js, GSAP. Vier Seiten, kein Router: Jede Seite ist ein eigener Einstiegspunkt mit eigener React-Wurzel, damit der three.js-Teil niemals auf einer Seite landet, die gar keine 3D-Fläche zeichnet. Die Garantieseite lädt kein einziges Byte 3D.
Alle vier Modelle werden prozedural in Blender gebaut und dann komprimiert und quantisiert ausgeliefert.
Auf dieser Seite ist ein Fehler entstanden, der später beide Demos betraf und deshalb hier hingehört: eine reine React-Seite liefert einem Suchprogramm eine leere Hülle aus. Gemessen waren es 87 Zeichen lesbarer Text. Die Lösung war kein Vorab-Rendern und kein Sonderinhalt für Suchmaschinen, sondern von Hand geschriebener deutscher Fließtext im Dokument selbst, sichtbar für jeden Abruf, auf ein Pixel gekürzt für das Auge. Danach: 1 493 Zeichen.
Gemessen
- Modell, ausgeliefert
- 236 KB · 41 432 Dreiecke · 0 Texturbilder
- Rohexport vor der Komprimierung
- 1,03 MB (4,4-fach reduziert)
- Zubehörmodelle
- 33 KB · 21 KB · 14 KB
- Ebenen der Explosionsansicht
- 10
- Seiten
- 4
- Lesbarer Text für Suchprogramme
- 87 → 1 493 Zeichen
- Sprachparität
- 283 deutsche zu 283 englischen Einträgen, keine Lücke
- Bauzeit
- 23./24. Juli 2026, Erweiterung 18. bis 22. August 2026
WEITERE FALLSTUDIEN
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