EIGENPROJEKT · KEIN KUNDENAUFTRAG
Ein PDF-Datenblatt, das man auseinandernehmen kann.
Zwei Seiten Tabellen wurden zu einer Zahnradpumpe, die im Browser in achtzehn Baugruppen zerfällt, sich nach der Herstelleranleitung wieder zusammensetzt und dabei tatsächlich rechnet.
Selbst gebaut, um herauszufinden, wie weit ein Browser geht. Kein Auftrag, kein Kunde, keine Vorgabe.
Öffnet die Pumpe in voller Größe: wilddigitalmoments.com/pumpe/
Ausgangspunkt
Ausgangspunkt war ein öffentlich zugängliches, zweiseitiges Produktdatenblatt: die Montageübung G.U.N.T. MT 136, Stand 11.2025. Sechs Seiten Tabellen sind es nicht. Zwei reichen, wenn man sie ernst nimmt.
Aus dem Foto auf diesem Datenblatt ließ sich die Maschine identifizieren: eine Liquiflo 3-Series, Modell 39F. Vier Werte des Datenblatts stimmen exakt mit Liquiflos veröffentlichter Spezifikation überein: 1 1/4" NPT, 21,5 GPM (81,4 l/min gegen 80), 100 PSI (6,9 bar gegen 7), 1750 min⁻¹. Damit waren zwei weitere öffentliche Unterlagen nutzbar: die Maßzeichnung 20402 Rev. D und das Wartungshandbuch der H- und 3-Serie mit Zahnradtabelle, Wellentabelle, nummerierter Teileliste und Montagereihenfolge.
Mehr als diese drei frei zugänglichen PDF-Dateien gab es nicht. Keine CAD-Datei, kein Modell, kein Zugang zum Hersteller.
Die Pumpe, ihre Bezeichnung und ihre Unterlagen gehören ihren Eigentümern, der G.U.N.T. Gerätebau GmbH und Liquiflo Chemical Processing Pumps. Keine Verbindung zu ihnen, keine Freigabe durch sie.
Was entstand
Eine einzelne Seite ohne Build-Schritt, in der eine dauerhafte 3D-Szene steht. Sieben Kapitel scrollen darüber hinweg, das Modell wird dabei nie neu geladen: Die Kapitel schreiben nur einen Zustand, den die Bildschleife weich anfährt.
Die Pumpe zerfällt in 18 Baugruppen, jede einzeln anwählbar; alles andere wird durchscheinend und die Kamera fliegt zur Auswahl. Die 20 Schritte der Herstellermontage lassen sich vorwärts, rückwärts oder automatisch durchlaufen. Das Gehäuse löst sich zu einem beschrifteten Schnitt durch Saugseite, Druckseite und Zahneingriff auf. Und die Pumpe läuft: Ölpakete wandern in den Zahnlücken außen um die Räder herum, so wie in einer echten Zahnradpumpe, nicht zwischen ihnen hindurch.
Ein letztes Kapitel heißt Belege. Es nennt jede Quelle und, ausdrücklich, jede Annahme, die nicht belegt ist.
Was Sie bedienen können
DREHZAHL
300 bis 1750 min⁻¹: der Bereich des Datenblatts.
VISKOSITÄT
10 bis 12 000 mPa·s, logarithmisch geregelt, weil sie drei Dekaden überspannt.
GEGENDRUCK
0,0 bis 9,0 bar: bewusst über die zulässigen 7 bar hinaus, damit die Warnung auslösen kann.
Vier Werte werden dabei fortlaufend neu gerechnet: Förderstrom, volumetrischer Wirkungsgrad, Antriebsmoment und Wellenleistung. Bei Kavitation, Überlast über 2 kW oder Überdruck über 7 bar schlägt die Anzeige um.
Technik
Kein Framework, kein Build-Schritt, kein CDN. Reines HTML, reines CSS, ES-Module und ein mitgeliefertes three.js.
Die gesamte Geometrie entsteht im Browser: keine CAD-Datei, keine GLB-Datei im ganzen Projekt. Jede Bemaßung im Code trägt vermerkt, aus welcher der drei Quellen sie stammt. Auch die Oberflächen sind gerechnet: Rauheits- und Normalkarten für Gusshaut, gefräste Flächen, gedrehten Stahl und PTFE werden beim Laden gezeichnet, es wird keine einzige Texturdatei ausgeliefert.
Die Verzahnung ist eine echte Evolvente, keine gezeichnete Annäherung. Und dieselbe Berechnung, die die Zahnform erzeugt, sagt der Ölsimulation, wo die Lücken sind.
Die Rechenlogik liegt in einem eigenen Modul ohne three.js und ohne DOM. Sie läuft in Node, und genau so wird sie geprüft.
Gemessen
- Baugruppen
- 18
- Montageschritte
- 20
- Dreiecke
- 137 324
- Seitengewicht vor der ersten Interaktion
- 137 KiB (Desktop) · 116 KiB (Mobil)
- Lighthouse, live gemessen
- 100 / 100 / 100 / 100 / 100
- CLS
- 0,009 (Desktop) · 0,008 (Mobil)
- LCP
- 0,3 s (Desktop) · 1,4 s (Mobil)
- Bauzeit
- 21. bis 25. August 2026
Vor der ersten Berührung ist die Seite ein WebP-Standbild und Text. Das 3D lädt erst, wenn jemand scrollt, tippt oder die Maus bewegt.
WEITERE FALLSTUDIEN
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