Was kostet eine Website in Tirol, und wofür zahlen Sie eigentlich?
Eine kleine Firmenwebsite kostet in Österreich einmalig ab rund 600 Euro. Die meisten Pakete, die ich für diesen Artikel nachgesehen habe, liegen zwischen 1.190 und 2.990 Euro.
Dazu kommen jedes Jahr Hosting und Domain. Der Preis hängt vor allem an einer Frage: Soll die Seite nur zeigen, oder soll sie buchen und bestellen?
Welche Art von Website kostet wie viel?
Unter „Website“ werden fünf ganz verschiedene Dinge verkauft. Alle Zahlen stammen von den Preisseiten der Anbieter selbst, abgerufen am 28. September 2026. Wo ein Preis ohne Umsatzsteuer gilt, steht es dabei.
| Art | Preis laut Anbieter | Was Sie dafür bekommen |
|---|---|---|
| Baukasten zum Selbermachen | Jimdo: 12,10 bis 50,42 € im Monat, inkl. MwSt., bei 12 Monaten Laufzeit. Der Baukasten von HEROLD ab 8,90 € im Monat. | Ein Werkzeug, keine fertige Seite. Sie bauen selbst, an Ihren Abenden. Für Öffnungszeiten, Fotos und eine Telefonnummer reicht das oft. |
| Fertig- oder Vorlagen-Seite | KIT: 590 € für eine feste Firmenwebsite, 1.800 € für die Vorlage mit Bestellung über WhatsApp. Meine Fertig-Seiten: 1.190 bis 2.990 €. | Aufbau und Funktionen stehen schon. Ihr Logo, Ihre Texte und Fotos kommen hinein. Schnell und planbar, aber die Struktur bleibt, wie sie ist. |
| Individuelle Website | WEBU: 1.490 € (bis 5 Seiten), 1.990 € (bis 10), 2.990 € (bis 20), jeweils zzgl. 20 % USt. naluma in Wien wirbt mit „ab 799 €“. | Eine Seite, die für Ihren Betrieb geplant wird. HEROLD nennt als Richtwert rund 1.900 € für einen Friseur mit 5 Seiten und Terminbuchung. |
| Website zur Miete | WEBU: ab 49 € im Monat netto, 150 € Einrichtung, 12 Monate Mindestlaufzeit. HEROLD: Firmen-Website ab 65,80 € im Monat. | Keine große Rechnung am Anfang, dafür jeden Monat. Nach drei Jahren sind es bei WEBU mindestens 1.914 € netto. Fragen Sie, was nach Vertragsende mit der Seite passiert. |
| Online-Shop | HEROLD: ab 7.500 € als Richtwert für einen Shop mit 100 Produkten, Zahlung und Versand. | Hier zahlen Sie für Zahlungsanbindung, Versandregeln und Produktpflege. Für ein Gasthaus mit zehn Gutscheinen ist das zu viel. |
Die Spanne ist groß, weil die Zeilen verschiedene Dinge meinen. Ein Baukasten ist billig in Euro und teuer in Stunden. Eine Mietseite ist am Anfang günstig und wird mit jedem Jahr teurer. Wenn Ihnen ein Baukasten reicht, brauchen Sie keinen Webdesigner. Das sage ich, obwohl ich davon lebe.
Wovon hängt der Preis einer Website ab?
Von der Funktion zuerst. Eine Seite, die zeigt, ist ein Prospekt. Eine Seite, die Zimmer bucht oder Bestellungen annimmt, ist ein Werkzeug, und das kostet mehr. Ob sich das lohnt, rechnen Sie am besten selbst aus. In meinem Rechner steht für eine Pension als Beispiel: 20 Portal-Buchungen im Monat zu je 180 € bei 15 % Provision. Das sind 6.480 € im Jahr an die Plattform. Ihre eigenen Zahlen setzen Sie dort ein, und dann sehen Sie, was eine Direktbuchung wert ist. Was eine Website für Vermieter braucht, steht auf der Seite Website für Hotel und Pension.
Dann von der Seitenzahl. WEBU staffelt seine Pakete genau danach: bis 5, bis 10, bis 20 Seiten. Eine zweite Sprache zählt fast wie ein zweiter Satz Seiten, weil jeder Text zweimal da sein muss.
Von Texten und Fotos. HEROLD schreibt in seinem Ratgeber offen, dass beauftragte Texte, Fotos und Suchmaschinenoptimierung eigene Posten sind. Das Angebot kann also niedrig wirken, weil es davon ausgeht, dass Sie selbst schreiben und fotografieren. Fragen Sie nach.
Von den Korrektur-Runden. Jede Runde ist Arbeit. In meinen Paketen stehen eine, zwei oder drei Runden. Wer keine Zahl nennt, rechnet die vierte später einzeln ab oder streitet mit Ihnen darüber.
Und von Extras. Am stärksten treiben aufwendige Dinge wie ein 3D-Modell den Preis. Wann sich das lohnt und wann nicht, habe ich in einem eigenen Artikel aufgeschrieben: Wann braucht eine Website 3D? Für die meisten Gasthöfe, Cafés und Handwerker lautet die Antwort Nein.
Welche Kosten kommen nach dem Start dazu?
Hosting und Domain stehen fast nie im Angebotspreis, bei mir auch nicht. Sie zahlen sie direkt beim Anbieter. Ein Beispiel aus Österreich, World4You, alle Preise inklusive 20 % Umsatzsteuer:
- Webhosting Go
- 4 € im Monat
- Webhosting Grow
- 7 € im Monat regulär, im ersten Jahr oft günstiger (Aktion)
- Webhosting Business
- 6 € im ersten Jahr, danach 12 € im Monat
- Domain .at
- im ersten Jahr gratis bei Neuregistrierung mit einem Paket
- Vertrag
- 12 Monate Mindestlaufzeit, jährlich im Voraus
Achten Sie auf das Wort „Aktion“. Ein Angebot, das Hosting zum Aktionspreis einrechnet, stimmt nur im ersten Jahr. Rechnen Sie mit dem Preis ab dem zweiten Jahr.
Der zweite Posten ist Wartung. Eine Seite mit WordPress und Plugins braucht regelmäßig Updates, sonst wird sie angreifbar. WEBU verlangt für Basis-Wartung 199 € im Monat netto, für Pflege mit Änderungen 490 €. Bei einer meiner Fertig-Seiten mit eigenem Buchungskalender im Hintergrund kostet die Betreuung 49 € im Monat. Fragen Sie bei jedem Angebot, wer die Updates macht und was eine kleine Textänderung kostet.
Der dritte Posten sind fremde Dienste: ein Buchungssystem eines Drittanbieters, ein Newsletter, ein Kassensystem. Die haben eigene Monatsgebühren, und die stehen im Angebot des Webdesigners meistens nicht drin.
Alle Anbieterpreise in diesem Artikel wurden am 28. September 2026 auf der jeweils verlinkten Preisseite abgerufen. Preise ändern sich; maßgeblich ist, was der Anbieter heute zeigt.
Wie vergleiche ich zwei Angebote fair?
- Steht der Preis brutto oder netto da? WEBU nennt 1.490 € zzgl. 20 % USt., das sind 1.788 € brutto. Ich bin Kleinunternehmer und verrechne nach § 6 Abs. 1 Z 27 UStG keine Umsatzsteuer, mein Preis ist der Endpreis. Ist Ihr Betrieb vorsteuerabzugsberechtigt, zählt für Sie trotzdem der Nettobetrag.
- Was kostet die Seite im dritten Jahr? Einmalpreis plus dreimal Hosting, Domain und Wartung, oder 36 Monatsraten bei einer Miete. Erst diese Summe ist vergleichbar.
- Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting? Auf Ihren. Sonst hängt Ihre Adresse daran, dass Sie mit der Agentur gut auskommen.
- Wer liefert Texte und Fotos? Steht dazu nichts drin, liefern Sie. Das ist oft der Unterschied zwischen zwei Angeboten, die sonst gleich aussehen.
- Wie viele Korrektur-Runden sind enthalten? Eine Zahl, schriftlich. „Nach Aufwand“ heißt: offen.
- Können Sie selbst etwas ändern? Nicht jede Seite hat ein Redaktionssystem. KIT schreibt das bei seinen festen Vorlagen offen dazu. Fragen Sie, was eine geänderte Öffnungszeit kostet, wenn Sie es nicht selbst dürfen.
Häufige Fragen
Weil unter demselben Wort sehr verschiedene Dinge verkauft werden. Ein Baukasten kostet bei Jimdo ab 12,10 € im Monat, eine individuelle Website mit bis zu fünf Seiten bei WEBU 1.490 € zuzüglich Umsatzsteuer, ein Shop laut HEROLD ab 7.500 €. Vergleichen Sie deshalb erst den Umfang, dann die Zahl.
Oft ja, wenn Sie Öffnungszeiten, Fotos und Kontakt zeigen und die Seite selbst pflegen wollen. Sie zahlen dann jeden Monat und bauen selbst. Knapp wird es, wenn Gäste direkt buchen oder bestellen sollen oder wenn die Seite nicht wie eine Vorlage aussehen darf.
Bei World4You kostet das Webhosting-Paket Grow regulär 7 € im Monat, also 84 € im Jahr, inklusive Umsatzsteuer. Im ersten Jahr gibt es Aktionspreise und die Domain gratis. Planen Sie mit dem regulären Preis ab dem zweiten Jahr.
Ja. Viele Agenturen nennen Nettopreise, zu denen 20 % Umsatzsteuer kommen: Aus 1.490 € werden 1.788 €. Kleinunternehmer verrechnen keine Umsatzsteuer. Ist Ihr Betrieb vorsteuerabzugsberechtigt, zählt für Sie trotzdem der Nettobetrag.
Eine Fertig-Seite ist bei mir 7 Tage, nachdem Ihr Material da ist, online. Eine individuell gebaute Website dauert in der Regel 4 bis 6 Wochen. Den genauen Termin sollte jedes Angebot schriftlich nennen.
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