Was kostet eine Website für ein Café in Tirol?

Eine fertige Café-Website mit Speisekarte, Öffnungszeiten und Tischreservierung kostet bei mir einmalig 1.190 Euro. Dazu kommen rund 84 Euro im Jahr für Hosting, plus Domain.

Eine Liefer-Plattform braucht ein Café dafür nicht. Wichtiger ist, dass Karte und Zeiten als Text auf der Seite stehen und stimmen.

Reicht die Speisekarte als PDF, oder muss sie als Text auf die Seite?

Wegen der Karte macht jemand die Seite eines Cafés überhaupt auf. Der Gast will wissen, ob es Frühstück gibt, bis wann, und was es kostet. Wie die Karte auf der Seite liegt, entscheidet, ob er das am Handy in zehn Sekunden findet.

Drei Arten, die Karte zu zeigen
Art Was der Gast am Handy bekommt Was es für Sie bedeutet
PDF zum Herunterladen Eine Datei, die er öffnen und mit zwei Fingern großziehen muss. Schnell hochgeladen. Für jede Preisänderung brauchen Sie aber die Vorlage und laden die Datei neu hoch.
Foto der Tafel Ein Bild. Je nach Licht und Handschrift ist es lesbar oder nicht. Für die Tageskarte in Ordnung. Text in einem Foto findet eine Suchmaschine aber nicht so zuverlässig wie Text auf der Seite.
Text auf der Seite Die Karte steht direkt da, in lesbarer Größe, mit dem Preis neben jeder Position. Ein Preis ist in einer Minute geändert, und die Karte kann in einer Suche nach Frühstück in Ihrem Ort auftauchen.

In meiner Demo Café Fundstück steht die Karte als Text: 21 Positionen in drei Gruppen, Frühstück, Süßes und Kaffee. Jede hat eine Nummer, einen Preis und ein, zwei Sätze dazu. Beim Butterkipferl steht zum Beispiel, dass es vom Bäcker im Dorf kommt und später am Tag aus sein kann. Ein Foto haben nur sechs Positionen. Mehr braucht es nicht, und sechs Fotos schafft ein Café mit dem eigenen Handy.

Was täglich wechselt, gehört nicht in die feste Karte. In der Demo heißt die Position „Kuchen des Tages, ab 4,20 €“, und welcher Kuchen es ist, steht auf der Tafel neben der Tür. So stimmt die Seite auch an Tagen, an denen niemand Zeit hat, sie zu ändern. Das Café ist erfunden, die Preise sind es auch.

Welche Zeiten müssen auf der Seite eines Cafés stehen?

Mehr als „Dienstag bis Sonntag geöffnet“. Ein Café hat mehrere Uhrzeiten, und der Gast braucht die eine, die zu seinem Plan passt. In der Demo stehen vier Angaben.

  1. Öffnungszeiten für jeden Tag Dienstag bis Freitag 8 bis 18 Uhr, Samstag 8 bis 17 Uhr, Sonntag 9 bis 16 Uhr. Samstag und Sonntag stehen einzeln da, weil sie anders sind als die Woche.
  2. Der Ruhetag, ausgeschrieben „Montag Ruhetag“ ist eine eigene Zeile. Im Reservierungsformular bleibt der Montag sichtbar und ist als geschlossen markiert, damit man sieht, dass an diesem Tag zu ist.
  3. Bis wann es was gibt Frühstück bis 14 Uhr, danach Kuchen und Kaffee. Das ist die Frage, die jemand am Sonntag um halb eins hat.
  4. Die letzte Bestellung Eine halbe Stunde vor Schluss.

Diese Zeiten stehen als Text auf der Startseite, und sie müssen dieselben sein wie in Ihrem Unternehmensprofil bei Google. Wenn die Seite 18 Uhr sagt und Google 17 Uhr, glaubt der Gast keinem von beiden.

Ehrlich gesagt: Wenn Ihr Café nur gefunden werden soll und die Karte selten wechselt, reichen das Google-Profil mit aktuellen Zeiten und eine einfache Seite aus dem Baukasten. Dafür brauchen Sie keinen Webdesigner. Was Baukästen kosten, steht im Artikel Was kostet eine Website in Tirol?

Braucht ein Café Online-Bestellung oder eine Liefer-Plattform?

In den meisten Fällen nein. Ein Café lebt von Gästen, die sich hinsetzen. Ein weiches Ei und eine Melange überstehen den Weg im Rucksack eines Boten schlecht.

Einem Café hilft eher ein Tisch, der am Sonntag um zehn sicher frei ist. In der Demo läuft das so: Der Gast wählt, wie viele kommen, bis zu acht Personen, dann Tag und Uhrzeit. Vergebene Zeiten sind durchgestrichen. Danach sucht er einen von drei Plätzen aus: am Fenster, an der langen Tafel oder draußen. Der Tisch gehört ihm 90 Minuten.

Dazu kommt ein Schritt, den ich für Cafés gebaut habe. Der Gast kann sein Frühstück gleich mitbestellen. Fünf Positionen der Karte stehen zur Wahl, vom Frühstücksbrett bis zum Filterkaffee. Das Bestellte steht am Tisch, wenn er sich hinsetzt. Bezahlt wird wie immer vor Ort, eine Online-Zahlung gibt es auf der Seite nicht.

Das Ganze läuft auf der eigenen Seite, ohne Portal und ohne Plattform-Provision. Weil es das Café nicht gibt, reserviert eine Testreservierung keinen echten Tisch. Bei einem echten Café kommt sie als E-Mail im Betrieb an.

Was ein Café nicht braucht: einen Online-Shop mit Warenkorb, solange Sie nichts verschicken. Eine eigene App. Ein Reservierungssystem mit Monatsgebühr, solange eine Person das Buch führt. Einen Blog. Jedes davon kostet Geld beim Bau und danach Ihre Zeit.

Anders ist es, wenn Sie Essen zum Mitnehmen verkaufen, etwa ein Mittagsmenü oder ganze Torten auf Bestellung. Dann lohnt sich eine Vorbestellung zum Abholen, bei der am Tresen bezahlt wird. Wie das aussieht, zeigt meine Imbiss-Demo Rachim Dürüm. Ab wann sich ein Reservierungssystem mit Tischplan rechnet, steht im Artikel Was kostet eine Website für einen Gasthof?

Müssen die Allergene auf der Website stehen?

Die Verordnung nennt die Website nicht. Die Pflicht gilt im Lokal, und sie hat Folgen für die Karte im Netz. Die österreichische Allergeninformationsverordnung gilt seit 13. Dezember 2014. Nach § 2 müssen Lebensmittelunternehmer Informationen über unverpackte Lebensmittel, die allergene Stoffe enthalten, an die Endverbraucher weitergeben. Ein Frühstücksbrett und ein Stück Kuchen sind unverpackt. Wie die Weitergabe aussehen muss, steht in § 3:

„Lebensmittelunternehmer, die unverpackte Lebensmittel an Endverbraucher abgeben, haben sicherzustellen, dass die in § 2 genannten Informationen verfügbar und leicht zugänglich sind. Sie sind den Endverbrauchern unaufgefordert zur Verfügung zu stellen.“ Allergeninformationsverordnung, § 3 Abs. 1 · Volltext im RIS

Drei weitere Sätze der Verordnung betreffen ein Café direkt.

  1. Mündlich geht auch Nach § 3 Absatz 2 gilt die Pflicht auch als erfüllt, wenn an einer gut sichtbaren Stelle deutlich und gut lesbar ein Hinweis angebracht ist, dass die Informationen auf Nachfrage mündlich erhältlich sind.
  2. Wer Auskunft gibt, ist geschult § 3 Absatz 3: Die mündliche Auskunft geben dafür geschulte Personen, und der Nachweis über die Schulung ist zu dokumentieren.
  3. Dahinter liegt etwas Schriftliches § 4: Die Informationen müssen auf einer schriftlich geführten Dokumentation beruhen.

Von einer Website steht in der Verordnung kein Wort. Welche Stoffe gemeint sind, legt sie auch nicht selbst fest. Dafür verweist sie auf Anhang II der EU-Verordnung Nr. 1169/2011.

Für die Karte im Netz ziehe ich daraus zwei Schlüsse. Das ist meine Meinung und nicht der Text der Verordnung. Erstens: Die schriftliche Dokumentation haben Sie ohnehin. Wenn Sie die Allergene auch online zur Karte schreiben, sieht ein Gast mit einer Unverträglichkeit vor dem Weg, ob er bei Ihnen frühstücken kann. Zweitens: Was online steht, muss aus genau dieser Dokumentation kommen und mit ihr geändert werden. Eine Angabe, die nach einem neuen Rezept nicht mehr stimmt, ist schlimmer als keine.

In meiner Demo stehen keine Allergenkennzeichen bei den Positionen. Das Café ist erfunden, es gibt keine Dokumentation, aus der sie kommen könnten. Bei einem echten Betrieb kommen sie von Ihnen.

Ich bin kein Anwalt. Dieser Abschnitt gibt den Text der Verordnung wieder und ersetzt keine Rechtsberatung. Die EU-Verordnung habe ich für diesen Artikel nicht gelesen. Was für Bestellungen über das Netz gilt, fragen Sie Ihre Lebensmittelaufsicht oder die Wirtschaftskammer.

Was kostet die Café-Website im ersten Jahr, und was danach?

Ein Rechenbeispiel mit echten Preisen. Die Seite ist die Fertig-Seite Café Fundstück. Das Hosting ist das Paket Grow von World4You zum regulären Preis, wie im Artikel Was kostet eine Website in Tirol? beschrieben. Die Domain kommt dazu.

Fertig-Seite, einmalig
1.190 € (Endpreis, keine Umsatzsteuer)
Hosting, 1 Jahr
84 € inkl. USt.
Erstes Jahr
1.274 € plus Domain
Jedes weitere Jahr
84 € plus Domain
Monatsgebühr für die Reservierung
keine

Im Preis sind Ihr Logo, Ihre Farben, Texte und Fotos, Ihre Öffnungszeiten und Ihre Karte mit so vielen Positionen, wie Sie brauchen. Farben heißt: bis zu drei Farben aus Ihrem Logo als Akzentfarben. Name und Preis bekommt jede Position, Beschreibung und Foto bekommen so viele, wie die Demo zeigt. Dazu kommen Impressum und Datenschutz, und die Seite geht online. Online ist die Seite 7 Tage, nachdem Ihr Material da ist. Im Umkreis von 15 Kilometern verkaufe ich sie nur einmal.

Hat Ihr Café auch einen Mittagstisch, und die Karte wechselt jede Woche? Dann schauen Sie sich stattdessen die Demo Zum Weichensteller an. Dort ändert der Wirt die Wochenkarte selbst am Handy. Diese Seite kostet ebenfalls 1.190 Euro.

Die Preise meiner fertigen Seiten stehen öffentlich auf der verlinkten Seite. Die Angaben zur Demo und der Text der Allergeninformationsverordnung im RIS wurden am 2. Oktober 2026 abgerufen.

Häufige Fragen

Meistens ja. Karte, Öffnungszeiten, Anfahrt und ein Weg zum Reservieren passen auf eine lange Seite. Meine Demo Café Fundstück hat zwei: die Startseite mit Karte und Zeiten und eine eigene Seite für die Tischreservierung.

Für das Geschäft am Tisch nicht. Einem Café hilft eher eine Tischreservierung auf der eigenen Seite, bei der Gäste das Frühstück vorbestellen können. Sie läuft ohne Portal und ohne Plattform-Provision, bezahlt wird vor Ort.

Die Allergeninformationsverordnung nennt die Website nicht. Sie verlangt, dass die Informationen verfügbar und leicht zugänglich sind. Nach § 3 Absatz 2 genügt auch ein gut sichtbarer Hinweis, dass sie auf Nachfrage mündlich erhältlich sind. Für Bestellungen über das Netz fragen Sie Ihre Lebensmittelaufsicht.

Nur wenn sich ein Preis oder eine feste Position ändert. Was täglich wechselt, etwa der Kuchen des Tages, steht besser auf der Tafel im Lokal. Auf der Seite steht dann nur die Position mit einem Ab-Preis.

Mit Reservierung auf der eigenen Seite nur Hosting und Domain, beim Paket Grow von World4You regulär 84 € im Jahr plus Domain. Eine Monatsgebühr für die Reservierung gibt es nicht, weil sie auf Ihrem eigenen Hosting läuft.

ÜBER DEN AUTOR

Beri Kirsh mit Kakadu WILD in Tirol

Beri Kirsh

Ich baue Websites für Betriebe in Tirol, von Imst aus. Das Café Fundstück habe ich selbst gebaut, und die Allergeninformationsverordnung habe ich für diesen Artikel im RIS nachgelesen.

Wie sieht Ihre Karte heute aus?

Schicken Sie mir ein Foto Ihrer Karte und Ihre Öffnungszeiten. Ich sage Ihnen, ob eine fertige Seite passt. Wenn das Google-Profil und ein Baukasten reichen, sage ich Ihnen das auch.

E-Mail: studio@wilddigitalmoments.com