Was kostet eine Website für eine Pension oder ein kleines Hotel in Tirol?

Die Seite selbst kostet einmalig einen festen Betrag. Bei mir sind es 3.490 Euro für eine fertige Seite mit Zimmern, Sofortpreis und echter Verfügbarkeit; Sie bestätigen jede Buchung. Der Mehrpreis gegenüber einer einfachen Firmenwebsite ist das Buchungssystem, individuell kostet es mehr.

Die eigentliche Frage ist die Buchung. Eine Anfrage per Formular kostet danach nichts, eine Buchungssoftware wie Smoobu ab 28 Euro im Monat.

Darf ich auf meiner Website billiger sein als auf Booking.com?

Ja. Das ist die wichtigste Antwort in diesem Artikel, und sie steht im Gesetz. Seit der UWG-Novelle 2016 darf eine Buchungsplattform einer Pension oder einem Hotel in Österreich nicht vorschreiben, dass es anderswo keinen besseren Preis geben darf. Der Anhang zum Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb zählt unter Ziffer 32 als aggressive Geschäftspraktik:

„Das Verlangen eines Betreibers einer Buchungsplattform gegenüber einem Beherbergungsunternehmen, dass dieses auf anderen Vertriebswegen inklusive seiner eigenen Website keinen günstigeren Preis oder keine anderen günstigeren Bedingungen als auf der Buchungsplattform anbieten darf.“ UWG, Anhang Ziffer 32, eingefügt mit BGBl. I Nr. 99/2016 · Volltext im RIS

Für Ihre Website heißt das: Sie dürfen dort ein paar Euro pro Nacht weniger verlangen. Sie dürfen auch bessere Bedingungen anbieten, etwa eine spätere kostenlose Stornierung, einen Parkplatz oder das Frühstück inklusive. Das Wort „Bedingungen“ steht ausdrücklich im Gesetz.

Der Grund, warum das zählt: Ein Gast, der Ihr Haus auf einem Portal findet und danach Ihren Namen sucht, landet auf Ihrer Seite. Sieht er dort denselben Preis und keinen Buchungsknopf, bucht er auf dem Portal. Schreiben Sie den Vorteil deshalb gut sichtbar hin, zum Beispiel direkt über dem Buchungsformular.

Ich bin kein Anwalt. Wenn Ihr eigener Vertrag mit einer Plattform etwas anderes zu sagen scheint, fragen Sie jemanden, der Verträge prüft. Der Gesetzestext oben ist aber seit 2016 in Kraft und im RIS für jeden nachzulesen.

Wie bucht der Gast direkt bei mir, und was kostet das im Monat?

Die Website ist schnell bezahlt. Ob sie danach jeden Monat Geld kostet, hängt allein daran, wie gebucht wird. Für ein kleines Haus gibt es drei Wege.

Drei Wege zur Direktbuchung (Preise laut Anbieter, Stand 30. September 2026)
Weg Was es kostet Wann es passt
Anfrageformular auf der eigenen Seite Einmal beim Bau der Seite, danach keine Monatsgebühr. Die Anfrage kommt per E-Mail, Sie schicken das Angebot. Wenn Sie die Belegung selbst im Kopf oder im Buch haben und am selben Tag antworten. Der Nachteil: Der Gast wartet auf Sie.
Buchungssoftware mit Kalenderabgleich Smoobu: 28 € im Monat für die erste Einheit, 9,60 € für jede weitere. Im Tarif Professional Flex dazu 0,9 % Buchungsgebühr. Wenn Sie über Booking.com, Airbnb und die eigene Seite gleichzeitig vermieten. Der Kalender gleicht sich ab, damit kein Zimmer zweimal vergeben wird.
Hotelsoftware, die Sie schon haben Die Gebühr zahlen Sie ohnehin. Die Website bindet nur die Buchungsmaske ein, die Ihr Anbieter mitliefert. Bei größeren Häusern mit Rezeption, die ihre Zimmer schon in einem Programm verwalten.

Den Anfrageweg sehen Sie in meiner Demo Gasthof im Tal: drei Zimmer, jedes mit Preis pro Nacht inklusive Frühstück. Eine Zimmerkarte rechnet zu Ihren Reisedaten sofort den Gesamtpreis aus, danach schicken Sie die Anfrage ab. Den Gasthof gibt es nicht, dort wird also nichts wirklich gebucht.

Ehrlich gesagt: Wenn Sie schon eine Buchungssoftware nutzen, brauchen Sie für die Buchung selbst keinen Webdesigner. Die Maske kommt vom Anbieter. Eine Website braucht es dann für das, was die Maske nicht kann: Fotos, die Lage, die Anreise, Ihre Geschichte, und das auf Deutsch und Englisch.

Ab wann rechnet sich eine Buchungs­software?

Ein Beispiel mit echten Preisen: eine Pension mit acht Zimmern, jedes Zimmer eine eigene Einheit in der Software. Eine fertige Seite nur für Pensionen habe ich noch nicht im Regal. Die nächste ist Gasthof im Tal mit Zimmerseite. Das Hosting ist das Paket Grow von World4You zum regulären Preis, wie im Artikel Was kostet eine Website in Tirol? beschrieben. Die Domain kommt in beiden Fällen dazu.

Fertig-Seite, einmalig
3.490 € (Endpreis, keine Umsatzsteuer)
Hosting, 1 Jahr
84 € inkl. USt.
Erstes Jahr mit Formular
3.574 €
Smoobu, 8 Einheiten
28 € + 7 × 9,60 € = 95,20 € im Monat, 1.142,40 € im Jahr
Erstes Jahr mit Software
4.716,40 €, ab dem zweiten Jahr 1.226,40 € jährlich

Ob sich die Software lohnt, entscheidet Ihre letzte Provisionsabrechnung. Zählen Sie darin die Gäste, die schon einmal bei Ihnen waren. Für die haben Sie Provision gezahlt, obwohl sie Sie gar nicht über das Portal hätten finden müssen. Liegt allein diese Provision über rund 1.140 Euro im Jahr, trägt sich die Software, sobald diese Gäste direkt buchen.

Mit Ihren eigenen Zahlen rechnet das der Rechner auf meiner Seite, im Reiter Hotel & Pension. Liegt die Summe darunter, reicht das Formular, und die gesparten 95 Euro im Monat bleiben bei Ihnen.

Wer statt Zimmern auch Tische vergibt, findet die Rechnung für Wirtshaus und Stube im Artikel Was kostet eine Website für einen Gasthof in Tirol?

Die Preise von Smoobu wurden am 30. September 2026 auf der verlinkten Preisseite abgerufen, der Gesetzestext am selben Tag im RIS. Preise ändern sich; maßgeblich ist, was der Anbieter heute zeigt.

Warum finde ich bei der Suche nach einer Hotel-Website fast nur Software?

Am 3. August 2026 habe ich „Website Hotel Tirol“ gesucht. Oben standen Anbieter von Buchungssoftware, darunter resavio, igumbi und Lodgify, und Agenturen aus Deutschland. Eine Webagentur aus Tirol war nicht dabei.

Das ist kein Fehler dieser Anbieter. Es heißt nur, dass Sie als Vermieter vor allem Angebote sehen, bei denen Website und Buchung ein Paket mit Monatsgebühr sind. Das kann genau richtig sein. Stellen Sie vor der Unterschrift aber drei Fragen:

  1. Wem gehört die Domain? Die Adresse, unter der Ihre Stammgäste Sie seit Jahren finden, muss auf Ihren Namen laufen. Sonst zieht sie beim Kündigen nicht mit.
  2. Was passiert mit Seite, Texten und Fotos, wenn ich kündige? Bei einer Mietseite kann die Seite mit dem Vertrag enden. Dann fangen Sie mit der nächsten bei null an.
  3. Wie lange ist die Mindestlaufzeit? Bei den Mietangeboten, die ich für diese Artikelserie nachgesehen habe, waren es zwölf Monate. Rechnen Sie den Monatspreis mal die Laufzeit, dann sehen Sie, was Sie wirklich unterschreiben.

Was eine Vermieter-Website sonst noch braucht, vom Umschalter Deutsch/Englisch bis zur Buchung am Handy, steht auf meiner Seite Website für Hotel und Pension.

Häufige Fragen

Nein. Nach Ziffer 32 im Anhang zum UWG gilt es als aggressive Geschäftspraktik, wenn eine Buchungsplattform das von einem Beherbergungsbetrieb verlangt. Das betrifft Preise und andere Bedingungen, ausdrücklich auch auf der eigenen Website.

Nicht unbedingt. Solange Sie die Belegung selbst im Blick haben und Anfragen am selben Tag beantworten, reicht ein Anfrageformular. Eine Software mit Kalenderabgleich lohnt sich, wenn Sie über mehrere Portale vermieten und Doppelbuchungen vermeiden müssen.

Bei Smoobu laut Preisseite 28 € für die erste Einheit und 9,60 € für jede weitere. Wenn jedes von acht Zimmern als eigene Einheit zählt, sind das 95,20 € im Monat oder 1.142,40 € im Jahr.

Nein. Die Portale bringen Gäste, die Sie sonst nicht erreichen. Die eigene Seite ist der zweite Weg für Stammgäste, Empfehlungen und alle, die Ihren Namen suchen. Bei diesen Buchungen zahlen Sie keine Provision.

Wem die Domain gehört, was mit Seite, Texten und Fotos nach einer Kündigung passiert und wie lange die Mindestlaufzeit ist. Lassen Sie sich die Antworten schriftlich geben, bevor Sie unterschreiben.

ÜBER DEN AUTOR

Beri Kirsh mit Kakadu WILD in Tirol

Beri Kirsh

Ich baue Websites für Betriebe in Tirol, von Imst aus. Für diesen Artikel habe ich das Gesetz im RIS und die Preisseite von Smoobu selbst geöffnet, statt sie aus zweiter Hand zu zitieren.

Wie viele Ihrer Gäste kommen wieder?

Schreiben Sie mir, wie viele Zimmer Sie haben, über welche Portale Sie vermieten und wie viele Gäste Stammgäste sind. Ich sage Ihnen, ob sich eine eigene Buchung lohnt. Wenn Ihre Software das schon kann, sage ich Ihnen das auch.

E-Mail: studio@wilddigitalmoments.com