Wie werde ich als Handwerksbetrieb in Tirol auf Google Maps gefunden?
Mit einem bestätigten Google-Unternehmensprofil, das vollständig ausgefüllt ist, und mit echten Bewertungen. Google sortiert lokale Ergebnisse nach drei Dingen: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit. Die Entfernung können Sie nicht ändern. Die anderen zwei schon.
Das Profil legen Sie selbst an. Eine Website brauchen Sie dafür nicht.
Wonach sortiert Google Maps die Betriebe?
Das sagt Google selbst. In der Hilfe zum Unternehmensprofil steht: „Lokale Suchergebnisse basieren hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit.“ Den dritten Punkt nennt Google an anderer Stelle Bekanntheit, und bei diesem Wort bleibe ich hier.
Sucht jemand in Landeck am Handy nach einem Installateur, rechnet Google aus diesen drei Dingen aus, wen es zuerst zeigt.
| Faktor | Was Google schreibt | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Relevanz | Wie gut Ihr Profil zu dem passt, was jemand sucht. Je vollständiger Ihre Angaben sind, desto leichter ordnet Google den Eintrag einer Suche zu. | Das Profil vollständig ausfüllen: was Sie tun, wo Sie arbeiten, wann Sie erreichbar sind. |
| Entfernung | Wie weit Ihr Betrieb vom Suchenden entfernt ist. Teilt er seinen Standort nicht, verwendet Google, was es über seinen Standort weiß. | Nichts. Ihr Standort ist, wo er ist. |
| Bekanntheit | Wie bekannt der Betrieb ist. Google zählt dafür unter anderem die Websites, die auf Ihren Betrieb verweisen, und Ihre Rezensionen. | Kunden um eine Bewertung bitten und in Firmenverzeichnissen eingetragen sein. |
Einen Satz von derselben Seite sollten Sie kennen, bevor Ihnen jemand Platz eins verkauft: „Ein besseres lokales Ranking bei Google kann nicht eingefordert werden, auch nicht gegen Bezahlung.“ Wie genau gerechnet wird, hält Google geheim.
Quelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe, Ranking in lokalen Suchergebnissen auf Google verbessern, abgerufen am 12. Oktober 2026.
Was gehört ins Profil, wenn ich zum Kunden fahre?
Für Betriebe wie Ihren hat Google eine eigene Form. Sie heißt dort „Unternehmen ohne festen Standort in einem Einzugsgebiet“, und als Beispiele nennt Google Reinigungsfirmen und Klempner. Gemeint ist jeder, der zum Kunden fährt und an der eigenen Adresse niemanden empfängt.
Diese fünf Einträge zählen:
- Den Betrieb bestätigen Damit weiß Google, dass Sie den Betrieb vertreten dürfen. Laut Google erscheint ein bestätigter Betrieb mit größerer Wahrscheinlichkeit in den Suchergebnissen.
- Die Adresse nur zeigen, wenn Kunden kommen Empfangen Sie an Ihrer Adresse keine Kunden, verlangt Google, dass Sie die Adresse aus dem Profil nehmen und nur das Einzugsgebiet angeben. Haben Sie eine Werkstatt, in die Kunden kommen, geben Sie beides an.
- Das Einzugsgebiet nach Orten eintragen Sie nennen Orte, Postleitzahlen oder Regionen, höchstens 20. Einen Umkreis in Kilometern nimmt Google nicht an. Die Grenze des Gebiets soll nicht mehr als etwa zwei Autostunden von Ihrem Standort entfernt liegen.
- Kategorie und Öffnungszeiten angeben Die Kategorie sagt Google, was für ein Betrieb Sie sind. Bei den Öffnungszeiten gehören auch die besonderen dazu, zum Beispiel der Betriebsurlaub.
- Fotos hochladen Google schreibt, dass Sie mit Fotos zeigen, was Sie anbieten. Nehmen Sie Bilder von fertigen Arbeiten.
Noch etwas für alle, die in zwei Tälern arbeiten: Ein Betrieb ohne festen Standort bekommt ein Profil für das ganze Gebiet. Ein zweites für das Nachbartal sieht Google nicht vor.
Quelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe, Einzugsgebiete für Unternehmen ohne festen Standort und Hybridunternehmen verwalten, abgerufen am 12. Oktober 2026.
Wie voll ist Google Maps in einer Tiroler Bezirksstadt?
Voller, als ich dachte. Eine Zählung für Installateure oder Tischler habe ich nicht, also zeige ich Ihnen die aus meinem eigenen Gewerbe. Am 3. August 2026 habe ich in Google Maps nach „Webdesign Imst“ gesucht, weil ich wissen wollte, gegen wen meine Seite Webdesign Imst antritt.
Es waren mehr als zehn Betriebe mit einem Profil in Imst. Der Eintrag mit den meisten Bewertungen hatte 19, der nächste 18. Zwei hatten 8, einer 4. Fünf weitere standen bei einer oder zwei.
Davor hatte ich das Gegenteil angenommen: dass Maps bei uns leer ist und ein Profil allein schon reicht. Das hatte ich aus den normalen Suchergebnissen geschlossen und in Maps nie nachgesehen. Ich saß damals außerdem in Wenns und alle anderen in Imst. Bei einer Suche aus Imst lag ich also schon bei der Entfernung hinten.
Aus der Zählung lese ich zwei Dinge. Ein Profil haben die anderen auch. Und rund die Hälfte des Feldes steht bei einer oder zwei Bewertungen. Wer fünf echte Bewertungen sammelt, hat mehr als diese Hälfte.
Mein eigenes Profil ist das schlechte Beispiel dazu. Am 10. Oktober 2026 hatte es 18 Fotos und keine einzige Bewertung. Wer in Maps meinen Studionamen und „Imst“ eintippte, bekam es nicht zu sehen. Erst der genaue Name in Anführungszeichen brachte es hervor.
Das ist eine Zählung aus einem Gewerbe an einem Tag. Bei Ihnen können die Zahlen anders aussehen. Suchen Sie in Maps nach Ihrem Gewerbe und Ihrem Ort und zählen Sie selbst. Das dauert fünf Minuten.
Wie komme ich zu Bewertungen, ohne zu tricksen?
Sie fragen danach. Google empfiehlt das selbst: Bitten Sie Kunden, auf einen Link zu klicken oder einen QR-Code zu scannen. Wie Sie beides erstellen, erklärt Google in seiner Hilfe.
Mein Rat zum Zeitpunkt: Fragen Sie an dem Tag, an dem die Arbeit fertig ist und der Kunde davorsteht. Schicken Sie ihm den Link gleich aufs Handy. Eine Woche später hat er es vergessen.
Sagen Sie dazu, dass er ein Google-Konto braucht. Ohne Anmeldung kann niemand bewerten, und wer das erst beim Tippen merkt, hört auf.
Was nicht geht, steht bei Google genauso deutlich. Bewertungen müssen auf tatsächlichen Erfahrungen beruhen. Ein Rabatt, ein Geschenk oder eine Gratisleistung als Gegenleistung gilt als gefälschte Interaktion und ist verboten. Dasselbe gilt, wenn Sie jemandem etwas dafür geben, dass er eine schlechte Bewertung ändert oder löscht.
Antworten Sie auf Bewertungen, auch auf die eine schlechte. Google schreibt, eine Mischung aus positivem und negativem Feedback wirke oft vertrauenswürdiger. Zwei freundliche Sätze genügen.
Quelle: Google Unternehmensprofil-Hilfe, Tipps für mehr Rezensionen, abgerufen am 12. Oktober 2026.
Brauche ich für Google Maps eine eigene Website?
Für das Profil nicht. In den drei Hilfeseiten von Google, die ich für diesen Artikel gelesen habe, wird keine verlangt. Anlegen, bestätigen, ausfüllen, um Bewertungen bitten: Das machen Sie allein, ohne Website und ohne mich.
Eine Website hilft an einer Stelle, die Google selbst nennt. Zur Bekanntheit zählt Google die Websites, die auf Ihren Betrieb verweisen. Die müssen nicht Ihnen gehören. Ein Eintrag in einem Firmenverzeichnis ist nach meiner Lesart auch so ein Verweis.
Dass Verzeichnisse etwas bringen, weiß ich aus eigener Erfahrung. Am 2. September 2026 habe ich mein Studio kostenlos bei Firmen ABC eingetragen. Seither schrieb mir jemand, er habe mich dort gefunden. Es ist bisher meine einzige Anfrage auf diesem Weg. Und der Eintrag hatte einen Fehler: Drei Wochen nach meinem Umzug nach Imst stand dort noch die alte Adresse.
Halten Sie Ihre Angaben deshalb aktuell, im Profil und in jedem Verzeichnis. Für das Profil schreibt Google, dass es bei falschen Angaben womöglich gar nicht erscheint, wenn jemand aus Ihrer Gegend sucht.
Eine eigene Seite lohnt sich, wenn jemand Ihr Profil gefunden hat und mehr sehen will: Referenzen, Leistungen, ein Anfrageformular. Was ich für Handwerksbetriebe baue, steht auf Website für Handwerker in Tirol, und was das kostet, im Artikel Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb in Tirol?. Eine Website zu haben heißt übrigens noch nicht, dass Google sie zeigt. Dazu gibt es den Artikel Warum findet Google meine Website nicht, obwohl sie online ist?.
Häufige Fragen
Nein. Google schreibt, dass ein besseres lokales Ranking nicht eingefordert werden kann, auch nicht gegen Bezahlung. Wer Ihnen Platz eins auf Maps gegen Geld verspricht, verspricht etwas, das Google ausschließt.
Nein. Empfangen Sie an Ihrer Adresse keine Kunden, sollen Sie die Adresse laut Google aus dem Profil entfernen und nur das Einzugsgebiet angeben. Kommen Kunden auch zu Ihnen in die Werkstatt, geben Sie beides an.
Sie können höchstens 20 Orte, Postleitzahlen oder Regionen eintragen. Die Grenze des Gebiets soll laut Google nicht mehr als etwa zwei Autostunden von Ihrem Standort entfernt liegen. Einen Umkreis in Kilometern können Sie nicht angeben.
Nein. Google wertet Rabatte, Geschenke oder kostenlose Leistungen als Gegenleistung für eine Bewertung als gefälschte Interaktion und verbietet sie. Um eine Bewertung bitten dürfen Sie, dafür belohnen dürfen Sie nicht.
Eine feste Zahl nennt Google nicht. In meiner Zählung für ein Gewerbe in Imst vom August 2026 stand rund die Hälfte der Einträge bei einer oder zwei Bewertungen, der stärkste bei 19. Zählen Sie in Ihrem Gewerbe und Ihrem Ort nach, dann wissen Sie, was bei Ihnen viel ist.
In den drei Hilfeseiten von Google, die ich für diesen Artikel gelesen habe, wird keine verlangt. Eine Website hilft bei der Bekanntheit, weil Google dafür auch die Websites zählt, die auf Ihren Betrieb verweisen. Ein Eintrag in einem Firmenverzeichnis zählt nach meiner Lesart ebenso dazu.
ÜBER DEN AUTOR
Das Profil steht. Und die Website?
Das Profil legen Sie selbst an, dafür brauchen Sie mich nicht. Soll danach eine Website dazukommen, schreiben Sie mir, was Ihr Betrieb macht. Spätestens in 2 Werktagen haben Sie den Fixpreis schriftlich.