Was kosten Domain und Hosting in Österreich zusätzlich zur Website?

Mit dem Paket, das ich selbst gebucht habe, zahlen Sie rund 120 Euro im Jahr: 84 Euro für das Hosting, 36 Euro für eine .at-Domain. Das gilt ab dem zweiten Jahr. Im ersten Jahr locken Aktionspreise, die deutlich darunter liegen. Rechnen Sie deshalb immer mit dem regulären Preis.

Warum ist das erste Jahr so billig?

Weil die Anbieter Sie gewinnen wollen. Ich habe das im Oktober 2026 selbst erlebt. Für mein Studio habe ich am 12. Oktober zwei Hosting-Pakete und drei Domains gekauft, eine .at und zwei .com. Die Rechnung für das ganze erste Jahr: 36 Euro.

Ab dem zweiten Jahr sieht es anders aus. Die Preise stehen in der Bestellbestätigung, man muss sie nur suchen.

Meine eigene Bestellung bei World4You vom 12. Oktober 2026, Preise laut Bestellbestätigung.
Posten Erstes Jahr Ab dem zweiten Jahr
Zwei Pakete Webhosting Grow Aktion je 7 Euro im Monat, zusammen 168 Euro
Eine .at-Domain Aktion 36 Euro
Zwei .com-Domains Aktion je 24 Euro, zusammen 48 Euro
Summe 36 Euro 252 Euro

Das Siebenfache. Daran ist nichts Unredliches, der reguläre Preis steht auf der Seite des Anbieters. Aber wer ein Angebot mit dem Preis des ersten Jahres rechnet, rechnet sich die Website schön.

Für einen typischen Kleinbetrieb mit einem Paket und einer .at-Domain heißt das: Planen Sie mit rund 120 Euro im Jahr, nicht mit dem Aktionspreis. Was die Website selbst kostet, steht im Artikel Was kostet eine Website in Tirol?. Bei meinen fertigen Websites steht ausdrücklich dabei: Domain und Hosting zahlen Sie separat.

Was kostet eine .at-Domain, und wo kaufe ich sie?

Für .at-Domains gibt es weltweit genau eine Vergabestelle: nic.at in Salzburg. Dort können Sie eine Domain auch direkt registrieren. Laut nic.at kostet das im ersten Jahr 81,60 Euro und in jedem weiteren Jahr 40,80 Euro, jeweils mit 20 % Umsatzsteuer.

Für einen Betrieb lohnt sich das selten. nic.at vergibt nur den Namen, ohne Hosting, ohne E-Mail. Wer direkt registriert, braucht laut nic.at schon bei der Anmeldung zwei richtig eingestellte Nameserver, also die Technik, die den Namen mit dem Server verbindet. Die hat ein Gasthof oder eine Tischlerei nicht im Keller stehen.

Deshalb läuft es in der Regel über einen Provider, also eine Firma, die Domain, Speicherplatz und E-Mail zusammen anbietet. nic.at nennt diese Partner Registrare und gibt ihnen eigene Konditionen. Das merkt man am Preis: Meine .at-Domain kostet mich beim Provider ab dem zweiten Jahr 36 Euro, also weniger als direkt bei nic.at.

Ob .at oder .com, ist eine Frage der Gäste und Kunden, nicht des Preises. Ein Betrieb, der vor allem in Österreich arbeitet, ist mit .at gut bedient.

Quellen: nic.at, FAQ Verbraucherinformationen und nic.at, FAQ Domain-Einsteiger, abgerufen am 17. Oktober 2026.

Was steckt im Hosting, und was kostet extra?

Hosting ist der Speicherplatz, auf dem Ihre Website liegt und von dem sie ausgeliefert wird. Bei den meisten Paketen sind ein paar Dinge gleich mit dabei. Ich nehme World4You als Beispiel, weil ich dort selbst Kunde bin.

Die Domain im ersten Jahr. Wer ein Hosting-Paket neu bestellt, bekommt eine .at-, .com- oder .eu-Domain im ersten Jahr gratis dazu. Ab dem zweiten Jahr zahlen Sie sie.

E-Mail. Webhosting Go hat eine Mail-Adresse, Grow zwei, Business fünf. Wenn im Betrieb jeder eine eigene Adresse haben soll, zählen Sie vorher nach.

Das https-Zertifikat. World4You gibt allen Kunden kostenlose Zertifikate von Let's Encrypt. Ein Angebot, das ein https-Zertifikat für eine kleine Firmenseite eigens berechnet, sollten Sie hinterfragen.

Die Vertragsbedingungen. Abgerechnet wird jährlich im Voraus, die Mindestlaufzeit ist 12 Monate, kündigen können Sie bis einen Monat vor der Verlängerung. Bei meinen Paketen endet die Laufzeit am 11. Oktober 2027, kündigen müsste ich also bis 11. September.

Der reguläre Preis für Webhosting Grow ist 7 Euro im Monat. Im Oktober 2026 lief das Paket als Aktion um 1 Euro im Monat für das erste Jahr. Genau diesen Abstand meint die Rechnung oben.

Quelle: World4You, Webhosting-Pakete und Vertragsdetails, abgerufen am 17. Oktober 2026.

Auf wessen Namen soll die Domain laufen?

Auf Ihren. Das klingt selbstverständlich. Bestellt aber jemand anderes die Domain für Sie, ein Webdesigner oder ein Bekannter, steht schnell dessen Name im Formular. Solange alles gut läuft, merkt das niemand. Beim ersten Streit oder beim Wechsel des Anbieters merkt man es sehr.

Bei .at-Domains ist die Regel klar. Der Vertrag besteht laut nic.at immer zwischen dem eingetragenen Inhaber und nic.at, auch wenn ein Provider die Domain für Sie verwaltet. Wichtige Änderungen muss der Inhaber freigeben.

  1. Prüfen, wer eingetragen ist. Hat Ihr Betrieb keine eigene Rechtspersönlichkeit, etwa ein Einzelunternehmen, ist die Person im Namensfeld der Inhaber. nic.at nennt das Beispiel Pension Maier: Steht dort Christian Maier, gehört die Domain Christian Maier. Eine GmbH steht dagegen selbst als Inhaber im Organisationsfeld.
  2. Den Zugang zum Kundenkonto selbst haben. Das Konto beim Provider sollte auf Ihre E-Mail-Adresse laufen. Wer Ihnen hilft, bekommt einen eigenen Zugang oder das Passwort für die Dauer der Arbeit.
  3. Wissen, wie ein Wechsel geht. Für einen Wechsel des Providers brauchen Sie einen Code, die Authinfo. Den können Sie als Inhaber jederzeit beim bisherigen Anbieter anfordern, und laut nic.at muss er ihn herausgeben, auch wenn noch Rechnungen offen sind.
  4. Die Rechnung auf den Betrieb ausstellen lassen. Das ist mein Rat, keine Regel von nic.at: Wer zahlt, sollte auch im Vertrag stehen. Dann gibt es später keine Frage, wem was gehört.

Quelle: nic.at, FAQ Domain-Inhaber, abgerufen am 17. Oktober 2026.

Was passiert, wenn ich vergesse zu verlängern oder zu kündigen?

Das hängt an der Endung. Eine .at-Domain läuft wie ein Stromvertrag: Sie besteht, bis jemand sie kündigt. Vergessen zu verlängern können Sie sie nicht. Umgekehrt zahlen Sie weiter, solange Sie nicht kündigen. Die Kündigung muss laut nic.at spätestens einen Tag vor dem neuen Leistungsjahr da sein, und was Sie schon bezahlt haben, bekommen Sie nicht zurück.

Bei .com und den anderen generischen Endungen ist es laut nic.at umgekehrt. Sie laufen automatisch aus und müssen aktiv verlängert werden. Viele Anbieter übernehmen das: Bei World4You verlängert sich die Domain automatisch, solange Sie nicht kündigen. Fragen Sie Ihren Anbieter, wie er das regelt, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.

Eine zweite Falle steckt im Posteingang. Am Tag meiner Bestellung kam eine Mail, in der ich als Inhaber meine Angaben bestätigen sollte. Wer den Link nicht innerhalb von 15 Tagen anklickt, dessen Domains werden laut dieser Mail deaktiviert. Solche Mails sehen aus wie Werbung oder wie Betrug. Öffnen Sie deshalb nach jedem Domain-Kauf in den ersten Tagen jede Mail Ihres Anbieters, und prüfen Sie im Kundenkonto, ob dort dieselbe Aufforderung steht.

Und wenn Sie wirklich kündigen: Die Domain ist danach eine Zeit lang gesperrt und funktioniert nicht mehr, auch die E-Mail-Adressen darauf. Kündigen Sie also erst, wenn die neue Adresse läuft.

Häufige Fragen

Direkt bei nic.at kostet eine .at-Domain im ersten Jahr 81,60 Euro und danach 40,80 Euro im Jahr, jeweils mit 20 % Umsatzsteuer. Über einen Provider kann sie günstiger sein: Für meine eigene .at-Domain zahle ich ab dem zweiten Jahr 36 Euro.

Nein. Die Domain kann bei einem Anbieter liegen und das Hosting bei einem anderen. Ein Paket ist bequemer, weil alles in einem Kundenkonto liegt. nic.at selbst vergibt nur die Domain, ohne Hosting und ohne E-Mail.

Bei vielen Hosting-Paketen ist sie dabei. Bei World4You hat Webhosting Go eine Mail-Adresse, Grow zwei und Business fünf. Brauchen Sie mehr Postfächer, prüfen Sie das vor dem Kauf.

Eine .at-Domain läuft weiter, bis sie gekündigt wird. Verlängern müssen Sie nichts, nur die Rechnung zahlen. Bei .com und anderen generischen Endungen ist es umgekehrt: Sie laufen automatisch aus, wenn niemand sie verlängert. Bei World4You zum Beispiel verlängert der Anbieter automatisch, solange Sie nicht kündigen. Fragen Sie Ihren Anbieter, wie er das regelt.

Auf Ihren Namen oder auf Ihren Betrieb, nicht auf den Webdesigner. Bei .at-Domains besteht der Vertrag mit nic.at immer mit dem eingetragenen Inhaber, auch wenn ein Provider die Domain für Sie verwaltet.

ÜBER DEN AUTOR

Beri Kirsh mit Kakadu WILD in Tirol

Beri Kirsh

Ich baue Websites für Betriebe in Tirol, von Imst aus. Die Zahlen in der Tabelle stammen aus meiner eigenen Bestellung für die Domains und das Hosting meines Studios.

Wollen Sie die ganze Rechnung sehen?

Domain und Hosting bestellen Sie selbst, dafür brauchen Sie mich nicht. Wollen Sie wissen, was die Website dazu kostet, schreiben Sie mir kurz, was Ihr Betrieb macht. Spätestens in 2 Werktagen haben Sie den Fixpreis schriftlich.

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