Wie schnell muss meine Website laden, und wie teste ich das?

Google nennt drei Grenzwerte: Der größte sichtbare Inhalt soll nach höchstens 2,5 Sekunden da sein, die Seite soll auf einen Klick in höchstens 200 Millisekunden reagieren, und das Layout soll kaum springen (Wert bis 0,1).

Testen können Sie das kostenlos mit PageSpeed Insights. Messen Sie mehrmals, und schauen Sie auf den Handy-Wert.

Welche Grenzwerte nennt Google für die Ladezeit?

„Die Seite ist zu langsam“ ist keine Messung. Google hat das Gefühl in drei Messwerte zerlegt und nennt sie Core Web Vitals. Jeder misst etwas anderes: wann der Hauptinhalt da ist, wie schnell die Seite reagiert und ob beim Laden etwas verrutscht. Die Seiten von Google sind englisch, die Tabelle ist meine Zusammenfassung.

Die drei Core Web Vitals, Stand 6. Oktober 2026
Messwert Was er misst Gut Verbesserungswürdig Schlecht
LCP Die Zeit, bis das größte Bild oder der größte Textblock im sichtbaren Bereich zu sehen ist. bis 2,5 Sekunden über 2,5 bis 4 Sekunden über 4 Sekunden
INP Wie lange die Seite braucht, um auf einen Klick, ein Tippen oder eine Taste sichtbar zu reagieren. bis 200 Millisekunden über 200 bis 500 Millisekunden über 500 Millisekunden
CLS Wie stark Inhalte unerwartet verrutschen. Eine Zahl ohne Einheit. bis 0,1 über 0,1 bis 0,25 über 0,25

Wichtig ist, für wen die Werte gelten. Google misst nicht den besten Besuch und nicht den Durchschnitt. Eine Seite besteht, wenn mindestens drei von vier Seitenaufrufen im guten Bereich liegen, und zwar bei allen drei Messwerten. Handy und Desktop werden getrennt gezählt.

Den CLS kennen Sie aus dem Alltag: Sie wollen auf einen Knopf tippen, darüber lädt ein Bild nach, und Sie treffen etwas anderes.

Quellen: web.dev, „Web Vitals“ und Google, „About PageSpeed Insights“.

Wie teste ich die Ladezeit meiner Website selbst?

Mit PageSpeed Insights, einem Werkzeug von Google. Es kostet nichts, und Sie brauchen dafür einen Browser und die Adresse Ihrer Website.

  1. Öffnen Sie pagespeed.web.dev Geben Sie die Adresse Ihrer Website ein und starten Sie die Analyse.
  2. Lesen Sie zuerst das Ergebnis für Mobilgeräte PageSpeed Insights wertet Handy und Desktop getrennt aus. Für das Handy simuliert es ein Mittelklasse-Gerät im Mobilfunknetz. Das ist die strengere Prüfung.
  3. Suchen Sie die Daten echter Nutzer Gibt es genug Besuche, zeigt der Bericht die drei Messwerte aus den letzten 28 Tagen und sagt, ob die Seite besteht. Fehlt dieser Teil, hat Ihre Seite dafür zu wenige Besucher. Das ist kein Fehler.
  4. Lesen Sie die Punktzahl darunter Das ist der Laborwert. Ab 90 gilt er als gut, von 50 bis 89 als verbesserungswürdig, unter 50 als schlecht.
  5. Wiederholen Sie den Test dreimal Die Punktzahl schwankt von Lauf zu Lauf. Nehmen Sie den mittleren der drei Werte und nicht den besten.
  6. Testen Sie auch eine Unterseite Die Startseite ist nicht immer die schwerste Seite. Nehmen Sie zusätzlich die Seite mit den meisten Bildern, zum Beispiel die Zimmer oder die Speisekarte.

Für diesen Test brauchen Sie mich nicht. Unter der Punktzahl listet der Bericht auf, was die Seite bremst. Einiges davon kann die Person beheben, die Ihre Website betreut, wenn Sie ihr den Bericht schicken.

Warum zeigt PageSpeed Insights zwei verschiedene Ergebnisse?

Weil es zwei Arten von Daten zeigt, und die können sich widersprechen.

Die Daten echter Nutzer stammen aus dem Chrome User Experience Report. Das sind anonyme Messungen von Menschen, die Ihre Seite mit Chrome besucht haben, gesammelt über die letzten 28 Tage. Für diese Daten sind die drei Grenzwerte gedacht. Ist eine Seite neu oder hat sie wenige Besucher, gibt es zu wenige Messungen. Dann nimmt PageSpeed Insights die Daten der ganzen Website. Reichen auch die nicht, zeigt es keine an.

Der Laborwert entsteht in dem Moment, in dem Sie den Test starten. Ein Programm namens Lighthouse lädt Ihre Seite einmal in einem Rechenzentrum von Google und tut dabei so, als wäre es ein Mittelklasse-Handy im Mobilfunknetz. Heraus kommt die Punktzahl.

Den INP finden Sie im Laborteil nicht. Er entsteht aus echten Klicks, und im Labor klickt niemand. Lighthouse zeigt an seiner Stelle einen Ersatzwert, die Total Blocking Time.

Google schreibt selbst, dass ein guter Laborwert nicht bedeutet, dass echte Besucher die Seite schnell erleben. Der Laborwert hilft beim Suchen der Ursache. Wie es Ihren Besuchern geht, sagen nur die Daten echter Nutzer.

Was habe ich an meinen eigenen Seiten gemessen?

Ich messe meine Seiten mit Lighthouse, dem Programm hinter dem Laborwert. Das sind fünf Ergebnisse von zwei Seiten dieser Website, alle aus dem September 2026.

/fertig, Handy, Lauf 1
91 Punkte, LCP 3,4 Sekunden
/fertig, Handy, Lauf 2
88 Punkte, LCP 3,3 Sekunden
/fertig, Handy, Lauf 3
80 Punkte, LCP 3,3 Sekunden
/bestell-check, Desktop
100 Punkte
/bestell-check, Handy
87 Punkte

Die ersten drei Zeilen sind dieselbe Seite, am 24. September 2026 dreimal hintereinander gemessen. Zwischen dem besten und dem schlechtesten Lauf liegen elf Punkte, und ich hatte dazwischen nichts geändert. Nach dem ersten Lauf hätte ich die Seite für gut gehalten, nach dem dritten nicht mehr. Ich rechne deshalb mit dem mittleren Wert, hier 88.

Die zwei Zeilen darunter sind mein Bestell-Check vom 22. September 2026. Am Desktop 100 Punkte, auf dem simulierten Handy 87. Es ist dieselbe Seite auf demselben Server. Wer nur den Desktop-Wert ansieht, findet nichts.

Überrascht hat mich die Ursache bei der ersten Seite. Das größte Element war eine Überschrift, also Text und kein Bild. Der Server hatte nach 98 Millisekunden geantwortet. Die Zeit ging im Browser verloren: Er hat zuerst alle 15 Karten der Seite berechnet und erst danach die Überschrift gezeigt. Kleinere Bilder hätten nichts gebracht, ein schnellerer Server auch nicht.

Ich habe die Seite daraufhin so geändert, dass der Browser die Karten weiter unten später berechnet. Nachgemessen habe ich noch nicht. Deshalb steht hier kein Wert für danach.

Ein LCP von 3,3 Sekunden läge in der Tabelle oben im mittleren Bereich. Es ist aber ein Laborwert auf einem simulierten Handy und keine Messung echter Besucher. Dass auf dem Handy mehr geht, zeigt meine Demo-Seite Voltano: am 2. September 2026 kam sie auf 98 Punkte, am Desktop auf 100, mit einem CLS von 0.

Was macht eine Website langsam?

Das ist bei jeder Seite etwas anderes, und der Bericht von PageSpeed Insights nennt es Ihnen für Ihre. Ich kann sagen, was es bei meinen war.

Einmal waren es die Schriften. Am 4. August 2026 habe ich bei meinem Bilderbuch im Web zwei Schriftdateien verkleinert, von zusammen 222 auf 70 Kilobyte. Dafür habe ich die Schriftvarianten entfernt, die die Seite nie benutzt. Der Handy-Wert stieg von 92 auf 98, und der LCP sank von 3,4 auf 1,7 Sekunden.

Einmal waren es die Bilder. Als ich diese Studio-Website überarbeitet habe, lagen dort Fotos mit 9 Megabyte pro Stück. Ein Handy lädt daran lange, auch wenn das Bild am Ende nur daumengroß gezeigt wird.

Und einmal war es die Arbeit im Browser, wie bei der Überschrift oben. Solche Fälle finden Sie nicht, indem Sie Bilder verkleinern. Dafür muss jemand den Bericht lesen.

Ob eine 3D-Darstellung eine Seite langsam macht, ist eine eigene Frage. Dazu gibt es einen Artikel: Wann braucht eine Website 3D, und wann ist es überflüssig? Und falls Ihre Website bei Google gar nicht auftaucht, ist das ein anderes Problem als die Ladezeit: Warum findet Google meine Website nicht?

Die Lighthouse-Läufe stammen vom 2., 22. und 24. September 2026, die Messung der Schriften vom 4. August 2026. Die Seiten von Google wurden am 6. Oktober 2026 abgerufen.

Häufige Fragen

Bei der Punktzahl gilt laut Google ein Wert ab 90 als gut, 50 bis 89 als verbesserungswürdig und alles darunter als schlecht. Google schreibt dazu, dass eine gute Punktzahl aus dem Labor nicht heißt, dass echte Besucher die Seite auch schnell erleben.

LCP ist die Zeit, bis das größte Bild oder der größte Textblock im sichtbaren Bereich zu sehen ist. INP misst, wie lange die Seite braucht, um auf einen Klick, ein Tippen oder eine Taste sichtbar zu reagieren. CLS misst, wie stark Inhalte unerwartet verrutschen.

Weil es für Ihre Seite zu wenige Messungen gibt. Die Daten stammen von Menschen, die Ihre Seite mit Chrome besucht haben. Ist die Seite neu oder hat sie wenige Besucher, reicht das nicht. Dann bleibt Ihnen der Laborwert.

Google nennt als Gründe das Netzwerk, die Hardware und die Auslastung des Rechners, auf dem der Test läuft. Bei meiner eigenen Seite kamen in drei Läufen hintereinander 91, 88 und 80 Punkte heraus. Messen Sie deshalb dreimal und nehmen Sie den mittleren Wert.

Nein. Google nennt 90 Punkte als Grenze für gut. Die drei Grenzwerte gelten außerdem für die Messwerte echter Besucher und nicht für die Punktzahl. Eine Seite mit 92 Punkten, die ihre Besucher schnell bedient, hat kein Problem.

ÜBER DEN AUTOR

Beri Kirsh mit Kakadu WILD in Tirol

Beri Kirsh

Ich baue Websites für Betriebe in Tirol, von Imst aus. Die Lighthouse-Werte in diesem Artikel stammen von meinen eigenen Seiten, und die Seiten von Google zu den Grenzwerten habe ich für diesen Artikel gelesen.

Wie schnell lädt Ihre Website?

Machen Sie den Test, dreimal, und lesen Sie den Handy-Wert. Wenn Sie mit dem Ergebnis nichts anfangen können, schreiben Sie mir die Adresse Ihrer Website und die drei Punktzahlen. Ich sage Ihnen, woran es liegt. Wenn Sie es selbst beheben können, sage ich Ihnen das auch.

E-Mail: studio@wilddigitalmoments.com