Sieht ChatGPT meine Website, wenn jemand danach fragt?
Meistens ja. Dafür müssen Ihre robots.txt und Ihr Hoster das Suchprogramm von OpenAI durchlassen, und Ihr Text muss im HTML stehen, nicht nur in JavaScript oder in Bildern.
Gelesen heißt noch nicht verstanden. Stehen Angebot, Ort und Preis nicht als Text auf der Seite, kann ChatGPT sie nicht weitergeben.
Mit welchen Programmen kommt ChatGPT auf eine Website?
„ChatGPT“ ist auf Ihrem Server kein einzelner Besucher. OpenAI nennt auf seiner Seite für Website-Betreiber mehrere Programme mit eigenen Namen. Für einen Betrieb sind drei davon wichtig. Die Seite ist englisch, die Tabelle ist meine Zusammenfassung.
| Name | Wofür es laut OpenAI da ist | Was eine Sperre bewirkt |
|---|---|---|
| OAI-SearchBot | Für die Suche. Über dieses Programm kommen Websites in die Suchantworten von ChatGPT. | Die Website erscheint nicht mehr in den Suchantworten. Als reiner Link kann sie noch auftauchen. |
| GPTBot | Sammelt Inhalte, die für das Training der Sprachmodelle verwendet werden können. | Ihre Inhalte sollen nicht ins Training fließen. Die Suche ist davon getrennt. |
| ChatGPT-User | Ruft eine Seite ab, wenn ein Mensch in ChatGPT eine Frage stellt, die das auslöst. Es durchsucht das Web nicht von selbst. | Unsicher. OpenAI schreibt, dass Regeln in der robots.txt hier möglicherweise nicht gelten, weil ein Nutzer den Abruf auslöst. |
Die Einstellungen sind laut OpenAI voneinander unabhängig. Sie können das Training verbieten und in der Suche bleiben. Wer aus Vorsicht „alle KI-Bots“ aussperrt, sperrt die Suche mit aus.
Ändern Sie die robots.txt, kann es für die Suche rund 24 Stunden dauern, bis OpenAI das berücksichtigt. Auch das steht auf der Seite.
Was antwortet mein eigener Server diesen Programmen?
Ich habe heute, am 5. Oktober 2026, meine zwei Websites mit jedem dieser Namen abgerufen: das Studio, auf dem Sie das lesen, und wildmoments.at. Dazu die Programme von zwei anderen Anbietern. Das Ergebnis war bei beiden Websites gleich.
- OAI-SearchBot
- Status 200, ganze Seite
- ChatGPT-User
- Status 200, ganze Seite
- GPTBot
- Status 503, Fehlerseite mit 299 Byte
- ClaudeBot
- Status 200, ganze Seite
- PerplexityBot
- Status 200, ganze Seite
Den 503 habe ich nicht eingestellt. Meine robots.txt erlaubt alles. In der Serverkonfiguration, die ich selbst schreibe, habe ich am 2. September 2026 nach einer Regel für GPTBot gesucht und keine gefunden. Die Sperre sitzt eine Ebene darüber, beim Hoster.
Für mich ist das kein Schaden. Gesperrt ist das Programm für das Training, und die beiden Programme für Suche und Abruf kommen durch. Gelernt habe ich daraus trotzdem etwas: Mein Hoster entscheidet mit, und er hat mich nicht gefragt. Hätte er OAI-SearchBot gesperrt, wäre ich aus den Suchantworten gefallen, und in meiner robots.txt hätte weiter „alles erlaubt“ gestanden.
Eine Grenze hat die Messung. Ich habe den Namen von meinem eigenen Anschluss aus gesendet und nicht von den Adressen, die OpenAI veröffentlicht. Ein Server kann einen echten Besuch anders behandeln. Sicher weiß es nur der Hoster.
Warum reicht es nicht, dass ChatGPT hineindarf?
Weil ein Programm, das die Seite abrufen darf, nur das bekommt, was im abgerufenen Dokument steht. Zwei Fälle von meinen eigenen Seiten.
Der erste ist eine 3D-Demo auf dieser Website. Am 22. August 2026 habe ich gezählt, wie viel Text im rohen Dokument steht: 2.238 Zeichen. Davon lagen 97 außerhalb eines Bereichs, den Browser mit JavaScript verwerfen. Der Rest der Seite entstand erst im Browser. Jeder Crawler bekam Status 200. Ich habe die KI von Google gefragt, was auf der Seite ist. Sie beschrieb eine interne Entwicklungsseite, deren Inhalt man nicht sehen könne.
Gesperrt war also nichts, und es kam trotzdem nichts an. Ich habe den beschreibenden Text in den Teil des Dokuments gelegt, den jedes Programm liest. Heute stehen dort 3.684 Zeichen.
Der zweite Fall ist wildmoments.at, meine andere Website. Im August ließ ich sie von einem Scanner prüfen, der eine KI wie einen Kunden auf die Seite schickt. Sie brauchte 42 Schritte und 8 Suchanfragen, um zu sagen, was der Betrieb anbietet. Den Preis hat sie auf der Website nicht gefunden.
Fragt ein Mensch ChatGPT nach einem Angebot und was es kostet, und der Preis steht nur in einem Bild, in einer PDF-Datei oder gar nicht da, dann fehlt er in der Antwort. Bei meiner eigenen Seite war das so.
Wie prüfe ich das bei meiner eigenen Website?
Mit fünf Schritten. Für die ersten vier reicht ein Browser.
- Öffnen Sie ihre-domain.at/robots.txt Suchen Sie nach den drei Namen aus der Tabelle und nach „User-agent: *“. Steht darunter „Disallow: /“, ist das Programm ausgesperrt. Steht nichts davon in der Datei, haben Sie selbst nichts verboten.
- Fragen Sie ChatGPT nach Ihrem Betrieb Schalten Sie die Suche ein und fragen Sie, was Ihr Betrieb in Ihrem Ort anbietet und was es kostet. Vergleichen Sie die Antwort mit Ihrer Website. Achten Sie darauf, welche Quellen ChatGPT nennt.
- Suchen Sie Ihren Text im Seitenquelltext Rechtsklick auf die Seite, „Seitenquelltext anzeigen“, dann einen Satz von Ihrer Startseite suchen. Finden Sie ihn nicht, entsteht der Text erst im Browser. Ein Programm, das kein JavaScript ausführt, bekommt ihn nicht.
- Prüfen Sie Preis, Ort und Öffnungszeiten Lassen sie sich mit der Maus markieren, sind sie Text. Stehen sie in einem Foto der Speisekarte oder in einer PDF-Preisliste, sind sie für einen Menschen da und für ein Programm schwer zu finden.
- Lassen Sie die Seite mit den drei Namen abrufen Das ist die Messung von oben. Bitten Sie die Person, die Ihre Website betreut, darum, oder fragen Sie den Hoster, ob er eines der Programme sperrt.
Für diese Prüfungen brauchen Sie mich nicht. Fehlt bei Schritt vier der Preis, schreiben Sie ihn auf die Seite. Das hilft auch den Menschen, die ihn suchen.
Was sagt eine Punktzahl aus einem KI-Scanner?
Es gibt Scanner, die eine Website darauf prüfen, wie gut eine KI mit ihr zurechtkommt. Ich verwende is-agentic.com. Am 25. August 2026 bekam diese Studio-Website dort 76 von 100 Punkten und wildmoments.at 35.
Bei der Studio-Website fehlte damals unter anderem eine Datei namens llms.txt, eine kurze Beschreibung des Betriebs für Sprachmodelle. Ich habe eine geschrieben. Am 23. September 2026 stand der Wert bei 73. Er ist also gesunken, obwohl ich eine Lücke geschlossen hatte. Warum, weiß ich nicht. Ich sehe nur, dass der Scanner bei dieser Website im August sieben Pflichtprüfungen zählte und im September neun.
Bei wildmoments.at meldete der Scanner, der Crawler werde blockiert und ohne JavaScript komme kein Inhalt. Mein eigener Abruf mit denselben Namen liefert die ganze Seite mit Überschrift. Beides kann stimmen: Der Scanner kommt von einer anderen Adresse als ich, und ein Server kann beide verschieden behandeln.
Ich nehme die Punktzahl deshalb als Hinweis, wo ich nachsehen soll. Was der Scanner zum Preis gefunden hat, stimmte. Die Meldung zur Sperre konnte ich nicht bestätigen. Seit dem 23. September habe ich nicht neu gescannt.
Wer hinter dieser Website steht, lesen Sie auf Über mich. Taucht Ihre Website auch bei Google nicht auf, ist das eine eigene Frage: Warum findet Google meine Website nicht?
Die Abrufe mit den Programmnamen habe ich am 5. Oktober 2026 selbst gemacht. Die Punktzahlen stammen aus meinen Scans vom 25. August und 23. September 2026. Die Seite von OpenAI wurde am 5. Oktober 2026 abgerufen.
Häufige Fragen
Meistens nicht. Steht in Ihrer robots.txt keine Sperre, haben Sie selbst nichts verboten. OpenAI empfiehlt, das Programm OAI-SearchBot ausdrücklich zu erlauben. Prüfen Sie trotzdem den Hoster: Bei mir sperrt er eines der Programme, ohne dass ich das eingestellt habe.
Ja. Laut OpenAI sind die Einstellungen voneinander unabhängig. Sie können GPTBot in der robots.txt verbieten und OAI-SearchBot erlauben. Dann sollen Ihre Inhalte nicht ins Training fließen, und die Website kann weiter in den Suchantworten vorkommen.
OpenAI schreibt, dass es für die Suche rund 24 Stunden dauern kann, bis die Systeme eine geänderte robots.txt berücksichtigen.
Auf der Crawler-Seite von OpenAI kommt die Datei nicht vor. Ich habe trotzdem eine angelegt. Meine Punktzahl im Scanner ist danach nicht gestiegen. Zuerst zählt, dass Angebot, Ort und Preis als Text auf der Website stehen.
Das kann Ihnen niemand zusagen. OpenAI beschreibt, wie eine Website in die Suchantworten kommen kann, und verspricht keinen Platz darin. Lesbar zu sein ist die Voraussetzung. Die Empfehlung folgt daraus nicht von selbst.
ÜBER DEN AUTOR
Was sieht ChatGPT von Ihrer Website?
Machen Sie die fünf Prüfungen. Wenn Sie danach nicht weiterwissen, schreiben Sie mir die Adresse Ihrer Website und was ChatGPT über Ihren Betrieb geantwortet hat. Ich sage Ihnen, ob es an einer Sperre liegt oder am Text. Wenn Sie es selbst beheben können, sage ich Ihnen das auch.