Zahnradpumpe Liquiflo 39F: Edelstahlgehäuse mit zwei seitlichen 1 1/4-Zoll-Anschlüssen, Antriebswelle und Fußplatte
Zahnradpumpe Interaktives Funktionsmodell
Realistische Ansicht

Verdrängerpumpe · Baugruppe MT 136

Eine Zahnradpumpe,
vollständig zerlegbar.

Achtzehn Baugruppen, drei Gehäuseteile, zwei Zahnräder. Kein Video und kein PDF: das Modell rechnet und läuft. Drehen Sie es, nehmen Sie es auseinander, schauen Sie hinein — und stellen Sie am Ende Drehzahl, Viskosität und Gegendruck selbst ein.

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Kapitel 01

Jedes Teil einzeln.

Jedes Teil ist einzeln anwählbar — in der Liste oder direkt im Modell. Alles andere wird dann durchsichtig. Die Bezeichnungen sind die des Herstellers, die Werkstoffe stehen im Datenblatt und im Wartungshandbuch: Edelstahl 316 für alles Tragende, PTFE überall dort, wo etwas gleiten oder nachgeben muss. Fünf Teile nennt keine Unterlage — bei ihnen steht „angenommen" in der Werkstoffzeile. Unter jedem Teil steht außerdem, was das Wartungshandbuch dazu sagt: Verschleißgrenzen, Anzugsmomente, Einbauregeln.

Kapitel 02

In dieser Reihenfolge
und keiner anderen.

Die Reihenfolge ist die des Herstellerhandbuchs (Abschnitt 5.4), hier ein Teil pro Schritt statt der Baugruppen des Handbuchs. Vieles gehört hinein, bevor die Gehäuse überhaupt aufeinandergesetzt werden: Stifte, Lager, O-Ringe. Der kritische Schritt ist Nummer dreizehn.

Kapitel 03

Der Blick hinein.

Die drei Gehäuseteile lösen sich auf. Was bleibt, ist das, worauf es ankommt: zwei Räder in zwei überlappenden Bohrungen, links der Sauganschluss, rechts der Druckanschluss.

Das Spiel zwischen Zahnkopf und Gehäusebohrung ist sehr klein — das Handbuch nennt die inneren Spiele „sehr eng" und veröffentlicht keine Zahl dazu. Es ist der Grund, warum die Pumpe überhaupt Druck aufbauen kann — und gleichzeitig der Weg, auf dem sie ihn wieder verliert.

Kapitel 04

Das Öl geht
außen herum.

Der verbreitetste Irrtum über Zahnradpumpen: dass die Flüssigkeit zwischen den Rädern hindurchläuft. Sie läuft nicht.

Der Zahneingriff ist eine mitlaufende Dichtung. Gefördert wird in den Zahnlücken, außen an der Gehäusewand entlang. Dort, wo der nächste Zahn wieder in die Lücke fällt, wird das Öl herausgedrückt — das ist die Druckseite.

Kapitel 05

Jetzt Sie.

Drehzahl, Viskosität und Gegendruck sind einstellbar. Förderstrom, Wirkungsgrad, Moment und Leistung werden daraus gerechnet, nicht animiert. Die Grenzen des Datenblatts lassen sich überfahren — und man sieht, was dann passiert.

Förderstrom
—
Vol. Wirkungsgrad
—
Antriebsmoment
—
Wellenleistung
—

—

Belege

Woher die Zahlen kommen.

Die Leistungsdaten stammen aus dem Datenblatt der Baugruppe G.U.N.T. MT 136 „Assembly exercise: gear pump" (Stand 11.2025): 80 L/min, 7 bar, 300–1750 min⁻¹, 2 kW, Anschlüsse 1 1/4" NPT, Werkstoffe 1.4401 / PTFE / Keramik.

Die Hauptmaße sind nicht geschätzt. Der Bausatz basiert auf einer Liquiflo 3-Series, Modell 39F — der Name steht im Gehäuse der GUNT-Abbildung, und vier Datenblattwerte decken sich mit Liquiflos Spezifikation (1 1/4" NPT · 81,4 L/min · 6,9 bar · 1750 min⁻¹). Die Maße stehen im Wartungshandbuch der H&3-Serie: Zahnrad Ø 44,45 mm, 11 Zähne, 63,5 mm breit, Welle 5/8", Verschleißplatten 3,18 mm, Pumpenhöhe 103 mm. Aus demselben Handbuch stammen die Verschleißgrenzen, Anzugsmomente und Einbauregeln, die in der Teileliste unter jedem Teil stehen. Liquiflos Maßzeichnung 20402 Rev. D liefert die Außenkontur: Baulänge, Anschlusslage, Wellenüberstand. Die Teilenamen sind Liquiflos eigene, die Montagereihenfolge folgt dem Handbuch. Wandstärken, Gussradien, Anschlussstutzen und Spannring sind nirgends veröffentlicht und der Produktabbildung nachgebildet.

Angenommen, nicht belegt: der Leckage-Koeffizient (kalibriert auf 92 % volumetrischen Wirkungsgrad bei 7 bar und 100 mPa·s), der mechanische Wirkungsgrad von 90 %, das viskose Reibmoment und der Lückenanteil von 0,79, der die veröffentlichte Verzahnung mit dem veröffentlichten Fördervolumen in Übereinstimmung bringt. Der Achsabstand von 38,1 mm steht in keiner der drei Unterlagen; er ist aus zwei veröffentlichten Maßen abgeleitet (Fuß bis Wellenmitte 1,38", Fuß bis Anschlussmitte 2,13") unter der Annahme, dass die Anschlussmitte genau zwischen den beiden Wellen liegt. Ohne Beleg sind außerdem die Werkstoffe von Fußplatte, Spannring, Verschlussschrauben und beiden Wellen — bei den Wellen bietet das Handbuch 316 oder Alloy-C zur Wahl an, ohne für diesen Bausatz eine zu nennen; in der Teileliste sind alle fünf als „angenommen" gekennzeichnet. Die Füllgrenze ist zwischen den beiden angegebenen Punkten — 10 000 mPa·s bei 300 min⁻¹ und 3 000 mPa·s bei 1750 min⁻¹ — logarithmisch interpoliert. Abweichung vom Handbuch: Liquiflo führen den Dichtungsdeckel als eigenes, angeschraubtes Teil (Position 17); dieses Modell zeigt ihn als ein Stück mit dem Vordergehäuse.

Unabhängiges Lehrmodell, gebaut von Wild Digital Moments; das Modell, seine Geometrie und sein Code sind Arbeit des Studios. Die Pumpe selbst, ihre Bezeichnung und ihre Unterlagen gehören ihren Eigentümern, der G.U.N.T. Gerätebau GmbH und Liquiflo Chemical Processing Pumps — keine Verbindung zu ihnen, keine Freigabe durch sie, und keine ihrer Marken oder Kennzeichen ist hier wiedergegeben. Gezeigt wird ausschließlich, was sich aus den oben verlinkten, öffentlich zugänglichen Unterlagen rekonstruieren ließ; eine Konstruktionsunterlage ist das nicht.

Zum Schluss

Diese Seite war
ein PDF.

Am Anfang standen zwei Seiten Datenblatt und zwei frei zugängliche Herstellerunterlagen — die oben verlinkten. Kein CAD-Modell, keine Fotostrecke, nichts zugeliefert. Alles auf dieser Seite ist daraus rekonstruiert.

So ein Datenblatt hat fast jeder Hersteller. Es liegt im Downloadbereich, und wer nicht ohnehin weiß, wie die Maschine arbeitet, erfährt es dort nicht.

Wenn bei Ihnen auch so ein Datenblatt liegt, reden wir darüber: Kontakt.

Bestellen — in dieser Demo nicht

Diese Seite ist ein Demonstrationsmodell und an kein Warenwirtschaftssystem angeschlossen — hier lässt sich nichts bestellen. Auf der Produktseite des Herstellers hängt genau dieser Knopf an dessen eigenem Bestellweg: Teilenummer, Verfügbarkeit und Warenkorb kommen dann aus Shop oder ERP, das Modell bleibt dasselbe.

gebaut von Wild Digital Moments